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LLB Geschäftsbericht 2025 en

Information unaudited Information ungeprüftKlimawandel

Als verantwortungsvoll agierendes Unternehmen ist es uns wichtig, negative Auswirkungen auf das Klima zu überwachen und ihnen gegenzusteuern. Durch das Management unserer Treibhausgasemissionen in den eigenen Betriebsstätten und bei unseren Bankprodukten wollen wir diesem Anspruch gerecht werden.

Die LLB-Gruppe will Teil der Lösung für eine nachhaltige Zukunft sein. Deshalb haben wir eine Klimastrategie erarbeitet. Mit einem CO2-reduzierten Bankbetrieb und massgeschneiderten Bankprodukten soll sie die erfolgreiche Transformation der LLB-Gruppe gestalten. Den grössten Einfluss auf das Klima nehmen wir mit unseren Bankprodukten und Dienstleistungen, die einen vielfach höheren Ausstoss von Treibhausgasen (THG) verursachen als unser eigener Bankbetrieb. Trotzdem erachten wir es als unsere Pflicht, auch im Bankbetrieb unseren THG-Fussabdruck zu überwachen und, wo möglich, weiter zu reduzieren.

1 Allgemeine Angaben

Im Zusammenhang mit dem Klimawandel haben wir in der doppelten Wesentlichkeitsanalyse die folgenden wesentlichen negativen Auswirkungen identifiziert:

  • Negative Auswirkungen auf Klima und Mensch entstehen durch unsere betrieblichen THG-Emissionen, primär aus dem Stromverbrauch, der extern bezogenen Wärme und Kühlung sowie Geschäftsreisen und dem Pendelverkehr der Mitarbeitenden. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Einsparpotenziale im Bankbetrieb, die in unserem eigenen Einflussbereich liegen, mit Stand 2025 weitgehend ausgeschöpft sind und diese nachteiligen Effekte trotz entschiedener Reduktionsmassnahmen zunächst bestehen bleiben.
  • Noch bedeutender als unsere betrieblichen THG-Emissionen sind unsere finanzierten THG-Emissionen. Sie entstehen durch das Handeln unserer Gegenparteien und schlagen sich in der THG-Bilanz der LLB-Gruppe nieder. Ein Grossteil dieser Emissionen stammt aus unserer Vermögensverwaltung beziehungsweise unseren eigenen und fremden Fondsprodukten. Der aktuelle politische und gesellschaftliche Diskurs, der sich unter anderem in nachlassendem regulatorischem Druck widerspiegelt, bringt mittel- bis langfristige Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige THG-Emissionsentwicklung mit sich.
  • Von Bedeutung sind finanzierte Emissionen auch im Hypothekarportfolio. Laut der Europäischen Umweltagentur sind Immobilien für rund ein Drittel der THG-Emissionen in Europa verantwortlich. Indem wir Immobilien in unseren Heimmärkten finanzieren, tragen wir indirekt zu diesen negativen Auswirkungen bei. Aufgrund der langen Laufzeit von Hypothekardarlehen gehen wir ausserdem davon aus, dass der Effekt auf Klima und Gesellschaft mittel- bis langfristig bestehen bleibt.

Die genannten negativen Auswirkungen beziehen sich auf das ESRS-Unterthema «Klimaschutz». Die Unterthemen «Anpassung an den Klimawandel» und «Energie» wurden aufgrund unseres Geschäftsmodells und unserer Wertschöpfungskette als nicht wesentlich bewertet. Wie andere Banken unterhalten wir hauptsächlich Büroräumlichkeiten, die beispielsweise im Verhältnis zu Betriebsstätten von produzierenden Unternehmen wenig energieintensiv sind. Deshalb konnten mit Blick auf den Faktor Energie keine wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen ausgemacht werden. Energie spielt dennoch eine wichtige Rolle für die Erreichung unserer THG-Reduktionsziele im Bankbetrieb.

Im Folgenden erläutern wir zunächst den Übergangsplan der LLB-Gruppe zum Klimaschutz (Abschnitt 2). Der Übergangsplan legt die grundlegenden Leitlinien und übergeordneten Zielsetzungen für alle Bereiche fest, die die Nachhaltigkeitsstrategie umfasst: Bankbetrieb, Eigenveranlagung, Vermögensverwaltung und Fondsprodukte sowie Ausleihungen. Die anschliessenden Abschnitte 3 und 4 stellen die Konzepte und Massnahmen vor, die wir für jeden dieser vier Bereiche verabschiedet beziehungsweise umgesetzt haben. Abschnitt 5 beschreibt detailliert unsere Ziele zur Reduktion der THG-Emissionen und die Methodik zur Definition dieser Ziele. In Abschnitt 6 finden sich sämtliche Kennzahlen auf Gruppenebene, insbesondere zu Energieverbrauch und Energiemix, Treibhausgasemissionen sowie zum Umgang mit diesen Emissionen.

Bezüglich unserer Eigenveranlagung haben wir keine wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen identifiziert. Da jedoch auch die Eigenveranlagung unseren THG-Ausstoss vergrössert, haben wir im Sinne einer ganzheitlichen Klimastrategie unser THG-Reduktionsziel auf diesen Bereich ausgedehnt. Wir berichten daher auf freiwilliger Basis über unsere Anstrengungen in der Eigenveranlagung.

2 Übergangsplan zum Klimaschutz

Unser Übergangsplan zum Klimaschutz adressiert die wesentlichen negativen Auswirkungen, die im Zusammenhang mit dem Klimaschutz stehen. Er zielt darauf ab, durch die Senkung unserer THG-Emissionen negative Auswirkungen auf das Klima sowie klimabedingte Risiken zu minimieren. Auf diese Weise wollen wir die wirtschaftliche Resilienz der LLB-Gruppe langfristig sichern.

Der Übergangsplan ist eng mit unserer Unternehmensstrategie ACT-26 verknüpft. In deren Rahmen haben wir uns vorgenommen, das absolute Netto-Null-Treibhausgasziel bis 2040 – und somit zehn Jahre früher als im Pariser Klimaabkommen vereinbart – zu erreichen (siehe Abschnitt Nachhaltigkeit in Strategie und Geschäftsmodell). Dieses Ziel soll in Zwischenschritten erreicht werden – siehe Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz.

Die Netto-Null-Zielsetzung der LLB-Gruppe steht im Einklang mit der Begrenzung der Erderwärmung auf 1.5 °C. Basierend auf den Leitlinien des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die das Jahr 2040 als kritische Schwelle für das Erreichen des 1.5-Grad-Ziels identifizieren, haben wir uns verpflichtet, bis dahin Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Die IPCC-Szenarien zeigen deutlich, dass eine frühe und kontinuierliche Reduktion von Treibhausgasen entscheidend ist, um überschüssige Emissionen zu vermeiden. Eine Netto-Null im Jahr 2040 weist demnach eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit auf, die Erderwärmung auf 1.5 °C zu beschränken, als eine Netto-Null im Jahr 2050.

Die LLB-Gruppe ist nicht von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten gemäss Delegierter Verordnung (EU) 2020/1818 ausgenommen. Als von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten ausgenommen gelten laut ESRS Unternehmen,

  • die 1 Prozent oder mehr ihrer Einnahmen mit der Exploration, dem Abbau, der Förderung, dem Vertrieb oder der Veredelung von Stein- und Braunkohle erzielen;
  • die 10 Prozent oder mehr ihrer Einnahmen mit der Exploration, der Förderung, dem Vertrieb oder der Veredelung von Erdöl erzielen;
  • die 50 Prozent oder mehr ihrer Einnahmen mit der Exploration, der Förderung, der Herstellung oder dem Vertrieb von gasförmigen Brennstoffen erzielen;
  • die 50 Prozent oder mehr ihrer Einnahmen durch Stromerzeugung mit einer höheren THG-Emissionsintensität als 100 g CO2e pro kWh erzielen;
  • die eines oder mehrere der EU-Umweltziele gemäss Taxonomie-Verordnung beeinträchtigen.

Auf die LLB-Gruppe trifft keines der oben genannten Kriterien zu.

2.1 Wichtige Dekarbonisierungshebel

Wir haben mehrere Dekarbonisierungshebel identifiziert, die zur Erreichung der THG-Reduktionsziele beitragen. Als die bedeutsamsten im Hinblick auf unsere Netto-Null-Zielsetzung erachten wir:

  • Produktänderungen: Die laufende Optimierung unseres Produktportfolios zielt darauf ab, unsere finanzierten THG-Emissionen zu reduzieren. Massnahmen in diesem Bereich umfassen beispielsweise unsere nachhaltigen impactorientierten Fonds sowie die Umwelthypothek zur Förderung energetischer Sanierungen und umweltbewusster Neubauten. Darüber hinaus haben wir Anfang 2026 in Liechtenstein die 0 %-Energiehypothek lanciert, ein zinsloses Darlehen für energieeffiziente Sanierungsvorhaben.
  • Dekarbonisierung der Eigenveranlagung: Mit dem fast gänzlichen Phase-out aus dem Sektor fossile Energieträger, der gezielten Bereinigung von THG-intensiven Investments und der konsequenten Anwendung unseres nachhaltigen Investmentansatzes ist es uns gelungen, unsere finanzierten THG-Emissionen in der Eigenveranlagung weiter entscheidend zu reduzieren.
  • Emissionsarme Mobilität: Ein wesentlicher Treiber unserer betrieblichen THG-Emissionen ist die Anreise unserer Mitarbeitenden zum Arbeitsplatz beziehungsweise Emissionen, die durch Geschäftsreisen verursacht werden. Ein erheblicher Teil unserer Anstrengungen zielt somit darauf ab, die klimafreundliche Mobilität innerhalb der LLB-Gruppe zu fördern – beispielsweise durch unser Mobilitätskonzept.

Weitere Details zu unseren Dekarbonisierungshebeln und den damit zusammenhängenden Massnahmen ist den Abschnitten Massnahmen im Zusammenhang mit den Klimakonzepten und Erwartete Dekarbonisierungshebel zu entnehmen.

2.2 Ausgaben für den Übergangsplan

Die zurechenbaren Kosten – also jene Ausgaben, die unmittelbar und eindeutig dem Übergangsplan zugeordnet werden können – machen weniger als 5 Prozent des jährlichen Geschäftsaufwands aus und sind als nicht materiell zu betrachten. Sie umfassen zum Beispiel interne Personalkosten, Software-/Lizenzkosten und externe Beratungs-/Prüfungskosten. Etwaige Opportunitätskosten beispielsweise aus der Eigenveranlagung wurden nicht berücksichtigt. Als Finanzunternehmen berechnen wir die Kennzahlen CapEx und OpEx nicht; daher nutzen wir für die Einschätzung den Geschäftsaufwand als Basis.

2.3 Eingeschlossene THG-Emissionen

Die Gefahr eingeschlossener THG-Emissionen besteht insbesondere im Hypothekarportfolio. THG-intensive Immobilienprojekte können unsere THG-Bilanz und Emissionsreduktionsziele langfristig beeinträchtigen, da ein Rückzug aus diesen Vermögenswerten rechtlich und wirtschaftlich nur bedingt möglich ist. Um diesem Risiko begegnen zu können, haben wir bereits im vergangenen Berichtsjahr ein Konzept verabschiedet, das auf die Reduktion von Stranded Assets im Ausleihungsgeschäft abzielt (siehe Abschnitt Konzepte im Zusammenhang mit Ausleihungen). Im Jahr 2025 haben wir zudem ein Vorhaben initiiert, das die Transparenz bezüglich der THG-Emissionen stärker in die relevanten Prozesse und Strukturen integriert.

2.4 Zusammenhang mit der EU-Taxonomie

Unser Übergangsplan steht bislang nicht im Zusammenhang mit den Leistungsindikatoren gemäss Taxonomie-Verordnung. Die für die Strategieintegration erforderliche Transparenz wird mit gezielten Initiativen, beispielsweise zur Datenerhebung, forciert und berücksichtigt den dynamischen regulatorischen Diskurs. Generell gehen wir davon aus, dass hohe Taxonomie-Kennzahlen mit einem positiven Beitrag zur makroökonomischen Transformation und einer höheren unternehmerischen Resilienz zusammenhängen.

Als Finanzunternehmen übt die LLB-Gruppe keine Wirtschaftstätigkeiten aus, die gemäss der Taxonomie-Verordnung einen wesentlichen Beitrag zu den EU-Umweltzielen «Anpassung an den Klimawandel» oder «Klimaschutz» leisten. Allerdings finanzieren beziehungsweise investieren wir in Gegenparteien, deren Wirtschaftstätigkeiten in den Wirkungsbereich der EU-Taxonomie fallen. Der Anteil der bilanziellen Vermögenswerte, die im Zusammenhang mit ökologisch nachhaltigen (d. h. taxonomiekonformen) Wirtschaftstätigkeiten stehen, kommt in der Green Asset Ratio (GAR) zum Ausdruck; weitere Leistungskennzahlen sind für ausserbilanzielle Vermögenswerte definiert (siehe Kapitel EU-Taxonomie).

2.5 Zusammenhang mit Geschäftsstrategie und Finanzplanung

Der Übergangsplan zum Klimaschutz ist in die Geschäftsstrategie der LLB-Gruppe eingebunden: Nachhaltigkeit stellt eines der drei Kernelemente unserer ACT-26-Unternehmensstrategie dar. Damit kommt unserer Netto-Null-Zielsetzung dieselbe strategische Bedeutung zu wie den beiden anderen Kernelementen «Wachstum» und «Effizienz». In der Praxis bedeutet das, dass bei bedeutenden geschäftsstrategischen Entscheidungen der Nachhaltigkeitsaspekt mitberücksichtigt wird. Der Übergangsplan wird in der Finanzplanung nicht separat ausgewiesen. Die dafür erforderlichen Mittel sind über bestehende Budgetstrukturen berücksichtigt, sodass die Massnahmen finanziell abgesichert sind.

2.6 Rolle von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen beim Übergangsplan

Zuständig für die Festlegung und Überwachung der definierten THG-Reduktionsziele sind die Gruppenleitung und der Verwaltungsrat. Die Mitglieder der Gruppenleitung werden aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Nachhaltigkeits-Council regelmässig über betriebliche und finanzierte THG-Emissionen informiert und in die Umsetzungsentscheidung von wesentlichen mitigierenden Massnahmen eingebunden.

Der Verwaltungsrat wird in den Strategie-Updates über die strategischen Fortschritte informiert. Auch im Rahmen des jährlichen Strategie-Reviews wurde 2025 ausführlich über den Status der THG-Emissionen berichtet und Massnahmenvorschläge wurden diskutiert. Über den Risk Report erfolgt eine Information hinsichtlich der finanzierten THG-Emissionen mit Schwerpunkt auf Eigenveranlagung und Hypotheken. Anpassungsmassnahmen am Übergangsplan werden von der Gruppenleitung vorgeschlagen und vom Verwaltungsrat beschlossen (siehe Abschnitt Nachhaltigkeits-Governance).

2.7 Fortschritte bei der Umsetzung des Übergangsplans

Im Berichtsjahr haben wir in mehreren Bereichen konkrete Fortschritte bei der Umsetzung unseres Übergangsplans erzielt. Die THG-Intensität konnte in der Eigenveranlagung, bei den Vermögensverwaltungsmandaten und den eigenen Fonds (minus 25.8 %) sowie im Bankbetrieb (minus 6.8 %) reduziert werden.

Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis gezielter Massnahmen: Die Eigenveranlagungen, die Vermögensverwaltung sowie das eigene Fondsmanagement optimieren wir kontinuierlich im Hinblick auf exponierte Treibhausgas-Emittenten. Zudem wurde die interne ESG-Datenbank weiterentwickelt, um Transparenz und Steuerungsfähigkeit für alle relevanten Stakeholderinnen und Stakeholder zu erhöhen. In der Eigenveranlagung hat der fast gänzliche Rückzug aus dem Sektor fossile Energieträger einen spürbar positiven Einfluss auf unsere finanzierten Emissionen. Im Bankbetrieb erweist sich das 2024 überarbeitete Mobilitätskonzept sowie das Reglement für Geschäftsreisen als zunehmend wirkungsvoll.

Weitere Massnahmen wurden im Berichtsjahr umgesetzt beziehungsweise beschlossen, ihren Beitrag zu den Zielen unseres Übergangsplans erwarten wir jedoch erst in den kommenden Jahren. Dazu gehören beispielsweise die Anfang 2026 erfolgte Lancierung der 0 %-Energiehypothek, mit der wir energieeffiziente Sanierungsvorhaben in Liechtenstein fördern, sowie der Neubau Haus Giessen oder der anstehende strategische Rückzug aus dem Nahen Osten.

2.8 Resilienz des Geschäftsmodells gegenüber Klimarisiken

Zur Beurteilung der Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells gegenüber Klimarisiken wurde im Jahr 2025 für das Investmentportfolio (LLB‑eigene Fonds, Vermögensverwaltungsmandate sowie die Eigenveranlagung) eine Resilienzanalyse unter Verwendung des Climate Value at Risk Modells von MSCI durchgeführt. Der ausgewiesene aggregierte Climate Value at Risk (CVaR) berücksichtigt sowohl politisch-regulatorische Übergangsrisiken, technologiebedingte Chancen und Risiken als auch physische Klimarisiken. Der Analyse liegen drei Szenarien des Network for Greening the Financial System (NGFS) bis 2050 zugrunde (siehe Tabelle unten).

Transitorische Klimaszenarien für die Berechnung des CVaR

Szenario

Quelle

Klimapfad

Beschreibung

Geordnete Dekarbonisierung

NGFS

1.5 °C

In diesem Szenario werden frühzeitig Massnahmen zum Klimaschutz gesetzt und sukzessive verschärft, womit ein maximaler Temperaturanstieg von 1.5 °C erreicht wird.

Ungeordnete Dekarbonisierung

NGFS

1.5 °C

In diesem Szenario wird – analog zum geordneten Szenario – ein maximaler Temperaturanstieg von 1.5 °C erreicht. Klimaschutzmassnahmen werden jedoch erst 2030 beschlossen. Dadurch müssen drastischere Schritte gesetzt werden, um das Erderwärmungsziel noch erreichen zu können.

Begrenzte Klimapolitik

NGFS

3 °C

In diesem Szenario werden lediglich die aktuell zugesagten nationalen Klimaschutzmassnahmen (NDCs) umgesetzt. Zusätzliche oder verschärfte Klimapolitik bleibt aus, was zu einem maximalen Temperaturanstieg von 3 °C führt.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der aggregierte CVaR des Investmentportfolios über die betrachteten NGFS-Szenarien hinweg in einer Bandbreite von minus 4 Prozent bis minus 8 Prozent bewegt. Im Vergleich dazu weist der MSCI World Index in den entsprechenden Szenarien einen höheren aggregierten CVaR in einer Bandbreite von rund minus 5 Prozent bis minus 11 Prozent auf. Dieser Benchmark-Vergleich deutet darauf hin, dass unser Investmentportfolio im Vergleich zu einem globalen Aktienindex geringeren klimabedingten Übergangsrisiken ausgesetzt ist und damit eine höhere Resilienz gegenüber Klimarisiken aufweist.

Die vorliegenden Ergebnisse werden derzeit als indikative Einschätzung verstanden. Im Rahmen des laufenden ESG-Risikomanagementprojekts werden sowohl die eingesetzten Modelle als auch die bisherigen Ergebnisse einer vertieften und kritischen Überprüfung unterzogen. Darüber hinaus wird intensiv daran gearbeitet, die Resilienzanalyse auf weitere Geschäftsbereiche, insbesondere auf das Ausleihungsgeschäft, auszuweiten.

Um unser Geschäftsmodell kurz-, mittel- und langfristig an den Klimawandel anzupassen, haben wir unser Produktangebot mit ESG-Merkmalen in den vergangenen Jahren erweitert (insbesondere LLB-eigene Fonds sowie Vermögensverwaltungsmandate) und in Bezug auf die Eigenveranlagung den fast gänzlichen Rückzug aus Unternehmen des Sektors fossile Energieträger beschlossen. Unsere Fähigkeit zur Anpassung hängt aber entscheidend vom Fortschreiten der Transformation in Richtung einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Wirtschaft ab. Nur wenn wir anlageseitig ausreichend Investitionsmöglichkeiten vorfinden, die auf das globale 1.5-Grad-Ziel abgestimmt sind, können wir die Transformation unserer Portfolios erfolgreich abschliessen. Wir beobachten die globalen politischen, wirtschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen aufmerksam, da sie einen grossen Einfluss auf die Werthaltigkeit unseres Anlageportfolios haben.

3 Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz

ACT-26 und der Übergangsplan bilden den Rahmen für das Management unserer negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Für den Bankbetrieb, die Eigenveranlagung und verschiedene Arten von Bankprodukten gibt es zudem spezifische Konzepte, die wir in der Folge getrennt voneinander darstellen. Diese Strategien berücksichtigen insbesondere das Thema «Klimaschutz» sowie, im Bereich Bankbetrieb, auch «Energieeffizienz» und «Einsatz erneuerbarer Energieträger». Bei der Festlegung der Strategien berücksichtigen wir insbesondere die Erwartungen unseres Hauptaktionärs, des Landes Liechtenstein. Er hat die Klimaneutralität bis 2040 als Vorgabe in der Beteiligungsstrategie verankert.

Die strategische und operative Überwachung unserer Konzepte zum Klimaschutz sowie der zugehörigen Massnahmen erfolgt durch Group Sustainability. Auf operativer Ebene findet in regelmässigen Abständen sowie bei Bedarf auch ad hoc ein strukturierter Austausch mit den jeweiligen Nachhaltigkeits-Streams statt. Dabei werden geplante Massnahmen besprochen, priorisiert und etwaige Herausforderungen adressiert. Ergänzend erfolgt jährlich ein Strategie-Review zur Zielerreichung, bei dem Fortschritte, Abweichungen und der Anpassungsbedarf systematisch bewertet werden. Die Ergebnisse fliessen in die Weiterentwicklung unserer Konzepte und in die gruppenweite Steuerung ein.

3.1 Konzepte im Bankbetrieb

Wie bei anderen Finanzunternehmen sind die Auswirkungen unseres Bankbetriebs auf das Klima verhältnismässig gering. Das zeigt die Gegenüberstellung unserer eigenen THG-Emissionen (Scopes 1, 2 und 3.1 bis 3.7) und unserer finanzierten Emissionen (Scope 3.15); weitere Angaben hierzu finden sich im Abschnitt Treibhausgasemissionen. Trotzdem wollen wir unsere Emissionen auch im Bankbetrieb reduzieren und so unsere Verantwortung wahrnehmen.

Für unsere klimafokussierten Aktivitäten im Bankbetrieb messen und managen wir, angelehnt an die Definitionen des GHG Protocol, die Scopes 1, 2 sowie 3.1. bis 3.7 in allen Regionen, in denen wir aktiv sind. Der bedeutendste Hebel zur Reduktion unserer THG-Emissionen ist die Mobilität unserer Mitarbeitenden. Der Weg zur Arbeit und die Geschäftsreisen machen gemeinsam den Grossteil unserer betrieblichen THG-Emissionen aus. Das Energiemanagement der Scopes 1 und 2 stellt im Bankbetrieb den zweitgrössten Hebel dar und nimmt somit bei unseren THG-Zielen ebenfalls eine Schlüsselrolle ein.

3.1.1 Betriebliches Mobilitätsmanagement

Die Eckpunkte für diesen Bereich sind im Konzept «Mobilitätsmanagement der Liechtensteinischen Landesbank AG inklusive FL-Gruppengesellschaften» definiert, das von der Gruppenleitung verabschiedet wurde. Ziel ist die Förderung grüner Mobilität im Pendelverkehr an unseren Standorten in Liechtenstein. Mit der operativen Umsetzung ist die Organisationseinheit Group Logistics Services betraut. Alle wesentlichen Informationen sind im Intranet für alle Mitarbeitenden der LLB-Gruppengesellschaften einsehbar.

Seit Jahresbeginn 2024 ist das «Mobilitätsmanagement 2.0» in Kraft, das weitere Anreize für klimafreundliche Mobilität schafft. An unseren Standorten in Liechtenstein haben wir die Fördermittel für den öffentlichen Verkehr und die Prämien für Mitarbeitende, die auf einen Parkplatz verzichten, deutlich erhöht. Im Gegenzug erheben wir, basierend auf zwei Preiskategorien, Parkplatzgebühren, die von der Länge des Arbeitsweges abhängig sind. Ermässigungen gibt es für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge.

Darüber hinaus haben wir mit dem Spesenreglement Massnahmen in Bezug auf Geschäftsreisen gesetzt. So sollen für die Anreise zu gesellschaftlichen Anlässen und internen Meetings vor allem öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden. Durch das besonders gut ausgebaute Netz der Wiener Linien ist bei der LLB Österreich der THG-Ausstoss im Pendelverkehr im Vergleich zu unseren anderen Standorten viel niedriger. Seit September 2023 übernimmt die Bank die Jahresgebühr für die öffentlichen Verkehrsmittel, um deren Nutzung noch attraktiver zu machen. Die LLB Schweiz prüft Anpassungen im Bereich des Mobilitätsmanagements.

3.1.2 Energieversorgung

Um unsere THG-Emissionen im Bankbetrieb zu steuern, setzen wir hauptsächlich auf den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien (z. B. Wind, Solar, Wasserkraft). In Liechtenstein, der Schweiz und Österreich haben wir grösstenteils auf Ökostrom umgestellt. Zudem haben wir an verschiedenen Standorten Photovoltaikanlagen installiert. In Gebäuden der LLB-Gruppe, in denen Erdgas genutzt wurde, sind wir fast gänzlich auf Biogas umgestiegen (Stand per 31. Dezember 2025).

Die Organisationseinheit Group Logistics Services identifiziert laufend Energiesparpotenziale und evaluiert das Ergebnis von Effizienzmassnahmen. Die Vorgaben der Klimastrategie sind direkt auf unser Energiemanagement anwendbar und werden nicht im Rahmen einer eigenen Policy operationalisiert.

3.1.3 Lieferantenmanagement

Die Entwicklung, Herstellung und Lieferung von Gegenständen und Materialien (beispielsweise technische Geräte, Möbel, Bürobedarf), die wir für unsere Banktätigkeit benötigen, verursachen ebenfalls THG-Emissionen. Aus diesem Grund haben wir einen gruppenweiten Verhaltenskodex für strategische Lieferantinnen und Lieferanten verabschiedet, der ab einem gewissen Einkaufsvolumen von allen Lieferantinnen und Lieferanten unterfertigt werden muss. Die Lieferantinnen und Lieferanten der LLB-Gruppe verpflichten sich, die Grundsätze des Kodex einzuhalten. Diese Grundsätze betreffen unter anderem den Kampf gegen Korruption und Geldwäsche, den Schutz der Menschenrechte, den Umwelt- und Klimaschutz sowie den Datenschutz.

Bestehende Lieferantinnen und Lieferanten mit einem Jahresumsatz von über CHF 1 Mio. haben den Lieferantenkodex unterzeichnet. Neue Lieferantinnen und Lieferanten müssen den Lieferantenkodex unterschreiben, bevor die Geschäftsbeziehungen aufgenommen werden. Darüber hinaus haben wir ein Medienscreening für unsere Lieferantinnen und Lieferanten etabliert, um Kontroversen frühzeitig zu erkennen; dieser Ansatz wird schrittweise weiter ausgebaut. Weitere Prüfschritte sind derzeit nicht implementiert. Der Lieferantenkodex ist auf der Webseite der LLB-Gruppe abrufbar.

Darüber hinaus haben wir in der Gruppenweisung «Einkaufsmanagement – Group Sourcing & Procurement» festgehalten, dass der Nachhaltigkeitseffekt eines Produkts im Beschaffungsprozess zu berücksichtigen ist. Das Gruppenreglement ist im Intranet für alle Mitarbeitenden der LLB-Gruppengesellschaften einsehbar. Für das Lieferantenmanagement ist die Organisationseinheit Group Sourcing & Procurement zuständig.

3.2 Konzepte in der Eigenveranlagung

In der Eigenveranlagung sehen wir ein wichtiges Werkzeug, um negative Auswirkungen auf Klima und Gesellschaft zu verringern. Im Gegensatz zu vielen Bankprodukten haben wir hier die alleinige Entscheidungshoheit: Wir legen fest, in welche Unternehmen, Projekte und Finanzinstrumente wir investieren. Damit verfügen wir über einen bedeutenden Hebel zur Reduktion unserer finanzierten THG-Emissionen.

Um unserer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht zu werden, haben wir für die Eigenveranlagung eine Reihe von Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance definiert, die wir bei Investitionsentscheidungen berücksichtigen. Dazu gehören Verstösse gegen internationale und nationale Normen, die Herstellung kontroverser Produkte und schwerwiegende Kontroversen, in die Unternehmen verwickelt sind.

Steuerungsinstrumente und ESG-Kriterien in der Eigenveranlagung

ESG-Steuerungsinstrument1

Beschreibung

Negativselektion

Verstösse gegen internationale und nationale Normen (z. B. UN Global Compact)

Herstellung kontroverser Produkte (mehr als 10 % Umsatz mit Tabak, militärischen Waffen, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung, Kohle in der thermischen Verwendung oder Schieferöl beziehungsweise -gas) sowie direkte Investitionen in Unternehmen des Sektors fossile Energieträger

Schwerwiegende Kontroversen

Divestment

Siehe Negativselektion

Positivselektion

ESG-Rating grösser / gleich BBB (MSCI)

ESG-Integration

Siehe Positiv- und Negativselektion

Voting und Engagement

Aktive Wahrnehmung der Aktionärs- und Beteiligungsrechte

1Die Typologie der ESG-Steuerungsinstrumente lehnt sich an den «Leitfaden zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken» der österreichischen Finanzmarktaufsicht (Dokument Nr. 01/2025, S. 118 ff.) an.

Für den Klimaschutz besonders relevant ist der Ausschluss von Unternehmen, die mehr als 10 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle in der thermischen Verwendung oder mit Schieferöl beziehungsweise -gas erwirtschaften. 2023 haben wir beschlossen, uns so weit wie möglich aus fossilen Energieträgern zurückzuziehen. Das bedeutet, dass wir in der Eigenveranlagung keine direkten Investitionen in Unternehmen des Sektors fossile Energieträger tätigen. Der Ausschluss erfolgt auf Basis der NACE-Codes unserer Gegenparteien. Indirekte Investitionen über Kollektivanlagen können wir nicht vollständig ausschliessen; dabei handelt es sich allerdings um nicht materielle Positionen (31.12.2025: deutlich unter 1 % des Gesamtportfolios).

Die in der Eigenveranlagung geltenden Nachhaltigkeitskriterien wurden in Übereinstimmung mit dem Gruppenreglement «Marktrisikomanagement» durch das Group Asset & Liability Committee (GALCO) beschlossen. Die Kriterien werden laufend überprüft und aktualisiert. Mit der operativen Umsetzung ist die Organisationseinheit Group Treasury betraut.

Unsere Nachhaltigkeitsziele verfolgen wir in der Eigenveranlagung auch über die aktive Wahrnehmung unserer Aktionärs- und Beteiligungsrechte. Analog der Vorgehensweise bei unseren Investmentprodukten (siehe Abschnitt Konzepte zu Vermögensverwaltung und Fondsprodukten) bedienen wir uns der Beurteilungsmethodologie für Socially Responsible Investors (SRI) der International Shareholder Services (ISS), um unsere Stimmrechte bei Aktien wahrzunehmen. Damit folgen wir den Vorgaben der Principles for Responsible Investment der Vereinten Nationen (UN PRI).

3.3 Konzepte zu Vermögensverwaltung und Fondsprodukten

In der Vermögensverwaltung und bei unseren LLB-Fonds verfolgen wir einen verantwortungsvollen Ansatz, der ethische, soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt. Im Unterschied zur Eigenveranlagung ist unser Entscheidungsspielraum in der Vermögensverwaltung beschränkt, weil wir hier stets die Nachhaltigkeits- und Anlagepräferenzen unserer Kundinnen und Kunden in Betracht ziehen. Daher sind auch unsere Möglichkeiten limitiert, den THG-Ausstoss durch unsere Investitionen zu reduzieren.

Beim Investitionsprozess haben wir uns für einen methodisch umfassenden Ansatz entschieden. Dabei finden bei der Einzeltitelauswahl ähnliche ESG-Kriterien Anwendung wie in der Eigenveranlagung (siehe Abschnitt Konzepte in der Eigenveranlagung). Geeignete Instrumente, um unseren THG-Fussabdruck zu reduzieren, inkludieren den Ausschluss von beziehungsweise den Rückzug aus Investitionen in Kohle und Schieferöl beziehungsweise -gas sowie gezielte Investitionen in klimafreundliche Unternehmen oder Projekte (grüne Investments).

Steuerungsinstrumente und ESG-Kriterien in der Vermögensverwaltung

ESG-Steuerungsinstrument

Beschreibung

Negativselektion

Verstösse gegen internationale und nationale Normen (z. B. UN Global Compact)

Herstellung kontroverser Produkte (mehr als 10 % Umsatz mit Tabak, militärischen Waffen, Glücksspiel, Erwachsenenunterhaltung, Kohle in der thermischen Verwendung oder Schieferöl beziehungsweise -gas)

Schwerwiegende Kontroversen

Divestment

Siehe Negativselektion

Positivselektion

ESG-Rating grösser / gleich BBB (MSCI)

Grüne Investments

ESG-Integration

Direkte Integration von ausgewählten PAI-Indikatoren (PAI = Principal Adverse Impact) der EU-Offenlegungsverordnung in die Investitionsentscheidungen

Voting und Engagement

Aktive Wahrnehmung der Aktionärs- und Beteiligungsrechte

Proxy Voting

Direkter Dialog

Bei der Auswahl von externen Fonds für unsere Investmentprodukte achten wir zudem auf die Klassifizierung nach der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR). Aus diesem Grund weisen in der Anlageberatung sowohl die LLB-Fondspalette wie auch unsere Drittfondsempfehlungen einen hohen Anteil an Anlagefonds auf, die soziale und ökologische Kriterien berücksichtigen («hellgrüne» Finanzprodukte gemäss Art. 8 SFDR) oder zum Grossteil in nachhaltige Unternehmen und Projekte investieren («dunkelgrüne» Finanzprodukte gemäss Art. 9 SFDR).

Voting und Engagement sind ebenfalls geeignet, um in der Vermögensverwaltung bei den eigenen Fonds unsere Nachhaltigkeitsziele zu verfolgen. Mit der Unterstützung von Institutional Shareholder Services (ISS) haben wir uns bei den Aktienfonds klar positioniert. Bei unseren Voting-Entscheidungen verwenden wir analyseseitig die Beurteilungsmethodologie SRI von ISS. In der Vermögensverwaltung und bei unseren Fonds folgen wir zudem den Empfehlungen der UN Principles for Responsible Investment.

Im Einklang mit den Vorgaben der SFDR überprüfen wir unsere Investitionen regelmässig auf Indikatoren zu nachteiligen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit (Principal Adverse Impact Indicators, PAI). Dazu gehören auch die THG-Emissionen, die durch unsere Investitionen verursacht werden. Auf diese Weise haben wir stets einen genauen Überblick über die Auswirkungen unserer Investitionsentscheidungen und erfüllen unsere Sorgfaltspflicht im Bereich Nachhaltigkeit.

Die Details zu unserem verantwortungsvollen Investmentansatz sind in der Gruppenweisung zur Anlageberatung und Vermögensverwaltung geregelt. Zudem finden sich diese Angaben in jedem Anlagevorschlag beziehungsweise Vermögensverwaltungsvertrag. Der verantwortungsvolle Investmentansatz beschreibt die konkreten ESG-Steuerungsinstrumente für das jeweilige Mandat; für diesen zuständig ist das LLB Asset Management.

3.3.1 Impactorientierte Fonds und «ESG+»-Mandate

Seit 2022 haben wir unsere Fondspalette um attraktive Anlagefonds mit klimafokussierten Eigenschaften ergänzt. Hierbei handelt es sich um zwei Fonds, die für Kundinnen und Kunden äusserst effektive Werkzeuge darstellen, um ihr Portfolio klimafreundlich auszurichten:

  • Anlagefonds «iNdx Aktien Global Paris Aligned»: Die LLB hat einen global investierenden Impact-Aktienfonds (Art. 9 SFDR) mit Domizil Liechtenstein lanciert. Ziel des Fonds ist es, den MSCI World Climate Paris Aligned Net US Index nachzubilden. Index und Fonds sind so konzipiert, dass Unternehmen, die sich auf einem glaubwürdigen Weg zur Dekarbonisierung befinden oder nachhaltige Lösungen anbieten, übergewichtet werden.
  • Eine zweite Lösung ist der nach Art. 9 SFDR klassifizierte impactorientierte Obligationenfonds, LLB Green Bonds Global, der sich dem globalen Anleihenmarktsegment der Green Bonds verschrieben hat. Mit diesem können Investoren gezielt Kapital für klimaschützende Aktivitäten einsetzen. Aktuell werden damit von Anleiheemittenten zu einem Drittel erneuerbare Energieprojekte finanziert, gefolgt von klimafreundlicher Mobilität und Energieeffizienzprojekten.

Auch die Vermögensverwaltung haben wir in den vergangenen Jahren nachhaltiger und klimafreundlicher ausgerichtet. Die Mandate berücksichtigen ESG-Kriterien. Zudem wird eine gesamthafte Mindest-ESG-Performance im Sinne des LLB-Nachhaltigkeitsansatzes sichergestellt. So werden beispielsweise bei unseren eigenen Anlageinstrumenten keine Investitionen in Unternehmen mit ESG-Rating schlechter als «BBB» getätigt und Unternehmen mit schwerwiegenden Kontroversen werden komplett ausgeschlossen.

Zusätzlich bieten wir mit dem LLB-Mandat «ESG+» eine Anlagelösung an, mit der substanzieller und messbarer Impact erzielt werden kann: Mindestens 45 Prozent der Investments werden in Art.-9-konforme Produkte gemäss der EU-Offenlegungsverordnung allokiert, während der Rest breit gestreut und mit der Mindest-ESG-Performance investiert wird.

3.3.2 Anlageberatung und Private-Label-Fonds

Beim überwiegenden Teil unserer verwalteten Vermögenswerte handelt es sich um Assets, in die unsere Kundinnen und Kunden im Rahmen von Anlageberatungsmandaten investiert haben. Im Gegensatz zu unseren Fondsprodukten und Vermögensverwaltungsmandaten liegt die Investitionsentscheidung hier allein bei unseren Kundinnen und Kunden, weshalb unser Handlungsspielraum entsprechend beschränkt ist. Wir werden unserer Verantwortung dennoch gerecht, indem wir Anlageberatungsmandate mit unterschiedlich starker Ausrichtung auf Nachhaltigkeit anbieten. Im Einklang mit der gängigen Branchenpraxis sind diese Mandate aber derzeit nicht Teil unseres Netto-Null-Ziels.

Noch geringer ist unser Einfluss bei Private-Label-Fonds. Dabei handelt es sich um reine Ausführungsgeschäfte, die wir im Namen externer Asset Manager tätigen. Die Entscheidung über die Anlagepolitik treffen unsere Klienten, die im Auftrag ihrer Kundinnen und Kunden handeln. Wir erkennen an, dass wir auch durch diese Dienstleistungen einen Einfluss auf die Umwelt und Gesellschaft ausüben. Weil wir allerdings bei den Anlageentscheidungen nicht mitwirken, haben wir Private-Label-Fonds von unserer generellen Zielsetzung ausgenommen und aktuell hier keine Strategie zur THG-Reduktion definiert.

3.4 Konzepte im Zusammenhang mit Ausleihungen

Im Bereich der Ausleihungen legen wir einen Schwerpunkt auf Immobilien und Hypotheken. In Liechtenstein sind wir mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent führend im Hypothekargeschäft. Auch bei der LLB Schweiz spielen Hypotheken eine entscheidende Rolle. Mit massgeschneiderten Finanzierungsprodukten und Dienstleistungsangeboten unterstützen wir gezielt nachhaltiges Bauen und energetische Sanierungen.

Um die THG-Emissionen im Bereich der Ausleihungen zu senken, setzen wir unser 2024 verabschiedetes Ausleihungskonzept konsequent um. Dessen Fokus liegt auf den Hypothekarfinanzierungen, die rund 90 Prozent unseres Kreditportfolios ausmachen. Damit stellen sie bei den Ausleihungen den wirksamsten Hebel zur Steuerung unserer finanzierten Emissionen dar. Drei Handlungsfelder sind entscheidend für die ACT-26-Zielerreichung:

  • Verbesserung der Datengrundlage: Wir wollen vorhandene Datenlücken schliessen, Schätzungen durch Ist-Werte ersetzen und damit die Datenqualität für die THG-Berechnung optimieren. Zu diesem Zweck sind wir regelmässig mit unseren Kundinnen und Kunden, relevanten Wirtschafts- und Branchenverbänden, der Politik und anderen Unternehmen in Kontakt. Im Berichtsjahr haben wir zudem eine digitale Prozessstrecke im E-Banking etabliert, die notwendige ESG-Informationen und Nachweise bei unseren Neu- und Bestandskunden einholt.
  • Reduktion der Stranded Assets im Bestand: Unter Stranded Assets verstehen wir in diesem Zusammenhang die Finanzierung von Immobilien, die einen hohen THG-Ausstoss aufweisen und damit künftig an Marktwert verlieren könnten. Verschiedene Massnahmen und Initiativen bezwecken, unsere Kundinnen und Kunden vom Potenzial einer energetischen Sanierung zu überzeugen und damit den THG-Ausstoss unseres Kreditbestandes zu verringern. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Beraterinnen und Berater zu den Themen nachhaltiges Bauen und energetische Sanierungen geschult, unser Produktportfolio überarbeitet und einen CO2- und Renovationsrechner lanciert. Im Berichtsjahr haben wir mit dem Land Liechtenstein den Start der 0 %-Energiehypothek vorbereitet, die seit Anfang 2026 gezielt Anreize für energetische Sanierungen setzt.
  • Vermeidung von Stranded Assets im Neugeschäft: Auch im Neugeschäft wollen wir THG-intensive Immobilienprojekte möglichst vermeiden. Vor allem die Schulungen für Beraterinnen und Berater helfen uns dabei, kritische Vermögenswerte rechtzeitig zu erkennen und die Kundschaft zu motivieren, THG-reduzierende Massnahmen umzusetzen. Unsere Umwelthypothek schafft beispielsweise monetäre Anreize in Form attraktiver Finanzierungskonditionen für energieeffiziente Immobilienprojekte.

Alle diese Handlungsfelder sind insbesondere für unsere Zielmärkte Liechtenstein und Schweiz relevant. Darüber hinaus ist im Ausleihungskonzept auch ein Handlungsfeld für Lombardkredite definiert. Von der Berechnung der finanzierten Emissionen sind Lombardkredite und klassische gewerbliche Finanzierungen ausgenommen.

Im Gruppenreglement «Kreditrisikomanagement» ist festgehalten, dass wir Geschäftsbeziehungen ausschliessen, die gegen Gesetze sowie moralische oder ethische Grundsätze verstossen, den Ruf der LLB-Gruppe schädigen könnten oder der Rechtsumgehung dienen. Inhaltlich zuständig ist die Organisationseinheit Group Risk Management.

3.4.1 Nachhaltige Finanzierungslösungen

Unsere THG-Reduktionsziele verfolgen wir im Ausleihungsgeschäft auch mithilfe innovativer Produktlösungen. Dazu zählt unsere Umwelthypothek, die gezielt CO2-sparsames Bauen fördert. Wenn ein Neubau die höchsten Energiestandards erfüllt (GEAK der Klasse A oder B, Energieausweis FL der Klasse A oder B, Prädikat Minergie) oder eine energetische Sanierung bei einer bereits bestehenden Immobilie finanziert werden soll, erhalten die Kundinnen und Kunden einen Zinsabschlag. 2024 konnten wir uns durch die Lancierung eines am liechtensteinischen Markt neuartigen CO2- und Renovationsrechners auch im Bereich Engagement verbessern. Durch dieses Werkzeug bieten wir einen einfacheren Zugang zu Informationen über energetische Sanierungen und aktuelle Förderprogramme.

Im Berichtsjahr haben wir zudem die Vorbereitung für die neue 0 %-Energiehypothek abgeschlossen, die Anfang 2026 lanciert wurde. Mit dieser Finanzierungslösung werden wir künftig energieeffiziente Renovationsvorhaben in Liechtenstein unterstützen – siehe Abschnitt Massnahmen im Zusammenhang mit Ausleihungen.

Alle Kundenberaterinnen und Kundenberater in Liechtenstein und in der Schweiz erhielten 2024 eine umfassende Schulung über energetische Sanierungen, um fundiertes Wissen über Nachhaltigkeit, Klimaziele und CO2-Reduktionen aufzubauen. Somit sind sie in der Lage, unsere Kundschaft für nachhaltiges Bauen und energetische Sanierungen zu sensibilisieren und professionell über Fördergelder sowie die Auswirkungen auf Marktwert und Mietpreis der Immobilie zu informieren. Die Schulung steht allen Kolleginnen und Kollegen weiterhin zur Verfügung.

4 Massnahmen im Zusammenhang mit den Klimakonzepten

Eine Reihe von Massnahmen verfolgt den Zweck, unseren THG-Ausstoss zu steuern und ihn mittel- bis langfristig zu reduzieren. Zu den aufgewendeten Mitteln für die genannten Massnahmen siehe Abschnitt Ausgaben für den Übergangsplan.

4.1 Massnahmen im Bankbetrieb

Im Berichtsjahr umgesetzte beziehungsweise geplante Vorhaben im Bankbetrieb und relevante Dekarbonisierungshebel umfassen:

  • Energieeffizienz: Im Berichtsjahr konnten wir unseren Neubau mit dem Namen Haus Giessen, der nach «LEED Gold» und «Minergie P Eco» zertifiziert ist, abschliessen. Der Bezug des neuen Gebäudes und die Aufgabe weniger energieeffizienter bestehender Liegenschaften erfolgt ab Jahresbeginn 2026. Vom Umzug in das neue Gebäude erwarten wir zukünftig eine geringfügige Steigerung der Energieeffizienz.
  • Elektrifizierung des LLB-Fuhrparks: Die Umstellung der LLB-Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge wurde auch im Berichtsjahr weitergeführt. Ersetzt werden gruppenweit alle Fahrzeuge am Ende ihres Lebenszyklus.
  • Ressourceneffizienz: Im Berichtsjahr haben wir ein Recyclingkonzept pilotiert und werden es gruppenweit ausbauen.
  • Emissionsarme Mobilität: Unser «Mobilitätsmanagement 2.0» mit Schwerpunkt Liechtenstein wurde im Berichtsjahr konsequent umgesetzt.

Für das Jahr 2025 betrug der THG-Ausstoss im Bankbetrieb marktbezogen in Summe 3ʼ896 t CO2e (2024: 4ʼ206 t CO2e) und lag damit um 7.4 Prozent unter den Vorjahreswerten und um 17.0 Prozent unter dem Wert für das Basisjahr 2019 (4ʼ694 t CO2e). Die Reduktionen unserer THG-Emissionen ist auf die oben genannten Massnahmen sowie externe Einflussgrössen zurückzuführen, wie beispielsweise der Umstieg unserer Mitarbeitenden auf E-Autos und Massnahmen bei den Geschäftsreisen.

Gruppenweit sind im Berichtsjahr pro Mitarbeiterin beziehungsweise pro Mitarbeiter (FTE) durchschnittlich 2.90 t CO2e angefallen (2024: 3.11 t CO2e, marktbezogen). Das entspricht einem relativen Rückgang von 6.8 Prozent. Gegenüber dem Basisjahr 2019 (4.01 t CO2e) konnten wir einen Rückgang von 27.7 Prozent realisieren. In diesen Berechnungen wurde die Integration der ehemaligen ZKB Österreich für das Jahr 2019 und 2025 berücksichtigt. Die Entwicklung zum Vorjahr wurde mit den Werten für 2019 ermittelt.

Wir gehen davon aus, dass sich der Rückzug aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ab 2026 positiv auf unsere betrieblichen THG-Emissionen auswirken wird. Das ist vor allem auf den erwarteten Rückgang von Langstreckenflügen und Hotelübernachtungen sowie dem damit verbundenen Ausstieg aus konventionellem Strom zurückzuführen. Abgesehen von den genannten Massnahmen sind die Einsparpotenziale im Bankbetrieb mit Stand 2025 weitgehend ausgeschöpft, sodass wir in den kommenden Jahren keine vergleichbaren Emissionsreduktionen erwarten.

4.2 Massnahmen bezüglich Eigenveranlagung, Vermögensverwaltung und Fondsprodukten

Die Dekarbonisierung der Eigenveranlagung wurde auch im Berichtsjahr konsequent weitergeführt. Nachdem der angekündigte, fast gänzliche Rückzug aus Unternehmen des Sektors fossile Energieträger bereits 2024 planmässig abgeschlossen wurde, haben wir uns 2025 auf eine weitere Optimierung des Portfolios konzentriert: Wir haben die grössten THG-Emittenten identifiziert und einer ganzheitlichen Neubewertung unterzogen. Wir werden unseren THG-Ausstoss in der Eigenveranlagung auch künftig sorgfältig überwachen und weitere Optimierungsmöglichkeiten prüfen. Die aus unserer Sicht grössten Stellhebel sind jedoch bereits umgesetzt, sodass wir in den kommenden Jahren keine vergleichbaren Emissionsreduktionen durch gezielte Einzelmassnahmen unsererseits erwarten.

Auch in diesem Berichtsjahr haben wir unseren THG-Ausstoss in der Vermögensverwaltung und bei den Fondprodukten überwacht und notwendige Anpassungen in der Vermögensallokation umgesetzt. Durch diese Massnahmen und durch die Fortschritte unserer Emittenten sind die THG‑Emissionen in der Eigenveranlagung, der Vermögensverwaltung und bei unseren Fondsprodukten um 151ʼ830 t CO2e beziehungsweise um 14.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken (2024: 1.05 Mio. t CO2e). Die THG‑Intensität verringerte sich um 20 t CO2e pro investierte Million CHF gegenüber dem Vorjahr (2024: 78 t CO2e je investierte Million CHF) und um 41 Prozent gegenüber unserem Basisjahr (2019: 99 t CO2e je investierte Million CHF). In diesen Berechnungen wurde die Integration der ehemaligen ZKB Österreich für das Jahr 2019 und 2025 berücksichtigt. Die Entwicklung zum Vorjahr wurde mit den Werten für 2019 ermittelt.

Weitere Massnahmen zur Reduktion werden wir 2026 für die neue Strategieperiode ausarbeiten. Eine Prognose der zukünftig erwartbaren THG-Einsparungen gestaltet sich zum heutigen Zeitpunkt aufgrund der dynamischen Entwicklungen schwierig: Im Unterschied zu anderen Anlageklassen sind wir bei unseren Fondsprodukten und in der Vermögensverwaltung stark von gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sowie vom Interesse der Kundinnen und Kunden an nachhaltigen Finanzlösungen abhängig.

4.3 Massnahmen im Zusammenhang mit Ausleihungen

Anfang 2026 hat die LLB in enger Zusammenarbeit mit dem Land Liechtenstein die 0 %-Energiehypothek eingeführt. Diese zinslose Finanzierungslösung unterstützt energetische Sanierungen von Liegenschaften in Liechtenstein. Die LLB übernimmt die Verwaltungs- und Risikokosten, das Land trägt die Refinanzierungskosten. Dadurch fallen für die Kundinnen und Kunden weder Zinsen noch Gebühren an. Gefördert werden energetische Sanierungen gemäss Art. 3 des liechtensteinischen Energieeffizienzgesetzes (EEG). Dazu gehören beispielsweise der Ersatz von Öl- und Gasheizungen, die Verbesserung der Wärmedämmung oder die Installation einer Photovoltaikanlage.

Im Berichtsjahr haben wir eine eigens entwickelte digitale Antragsstrecke zur Informationsgewinnung umgesetzt und erfolgreich pilotiert. Sie ermöglicht unseren Kundinnen und Kunden im Neu- und Bestandsgeschäft, ESG-Informationen und Nachweise im Rahmen einer Finanzierung auf einfache und benutzerfreundliche Weise im E-Banking bereitzustellen. Die Lösung schafft eine kundenfreundliche Drehscheibe zur ESG-Informationsgewinnung, dient als Fundament für Mehrwertleistungen und erhöht die Transparenz hinsichtlich der finanzierten THG-Emissionen.

Die finanzierten THG-Emissionen in unserem Hypothekarportfolio betrugen für das Jahr 2025 insgesamt 88ʼ407 t CO2e (2024: 101ʼ304 t CO2e). Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Rückgang von 12.7 Prozent, der insbesondere auf eine verbesserte Datengrundlage zurückzuführen ist. Der Vergleich gestaltet sich schwierig, weil sich die Datenverfügbarkeit und -qualität in den vergangenen Jahren stark verändert und verbessert hat. Künftig werden wir prüfen, ob wir das Basisjahr 2019 aufgrund sich wandelnder Rahmenbedingungen in Bezug auf die Datenverfügbarkeit und -qualität neu festlegen sollten.

5 Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz

Um die negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu minimieren, hat sich die LLB-Gruppe das Ziel gesetzt, ihre Treibhausgasemissionen bis 2040 auf Netto-Null zu reduzieren. Auf dem Weg dorthin weisen wir für eine höhere Transparenz die absoluten und relativen THG-Reduktionsziele aus. Relative Reduktionsziele beziehen sich beispielsweise auf Emissionswerte relativ zu investiertem Vermögen oder pro Mitarbeitenden. Damit können wir die Fortschritte auf dem Weg zur Netto-Null unter Berücksichtigung des Unternehmenswachstums bewerten. Die Zielerreichung wird, sofern nicht anderweitig ausgewiesen, in Tonnen CO2-Äquivalenten (t CO2e) gemessen.

Die THG-Reduktion soll in Zwischenschritten vollzogen werden; als Basisjahr für alle Massnahmen dient uns 2019:

  • Bis 2026 sollen rund 30 Prozent der THG-Emissionen aus der Eigenveranlagung und den Bankprodukten (hypothekarisch besicherte Ausleihungen, LLB-Fonds, Vermögensverwaltungsmandate) eingespart werden.
  • Im Bankbetrieb soll die Reduktion bis 2026 insgesamt 20 Prozent betragen. Dieses Ziel bezieht sich auf alle Standorte der LLB-Gruppe.
  • Bis 2030 wollen wir unsere THG-Emissionen gruppenweit um 55 Prozent senken, das heisst im Bankbetrieb, in der Eigenveranlagung und bei den Bankprodukten.

Diese Zwischenziele beziehen sich sowohl auf die absolute als auch auf die relative Entwicklung der THG-Emissionen. Unsere Ziele umfassen die folgenden, im Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) definierten Scopes und befinden sich damit im Einklang mit den Begrenzungen unseres Treibhausgasinventars – siehe Abschnitt Grenzen der THG-Berechnung:

  • Scope 1: Umfasst alle direkt durch Verbrennung verursachten Emissionen (z. B. Dienstfahrzeuge).
  • Scope 2: Umfasst die durch eingekaufte Energie verursachten Emissionen (z. B. Elektrizität, Heizung).
  • Scopes 3.1 bis 3.7 und 3.15: Umfassen Emissionen, die durch erworbene Vorleistungen, Dienstleistungen Dritter oder durch eigene Produkte und Dienstleistungen verursacht werden.

Die Erreichung der definierten Ziele hängt wesentlich von unterstützenden gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ab. Regulatorische Vorgaben, Fördermechanismen, technologische Innovationen und die Akzeptanz nachhaltiger Finanzprodukte sind entscheidende externe Erfolgsfaktoren – zugleich aber auch Quellen potenzieller Unsicherheit für unseren Übergangsplan.

5.1 Zieldefinition

Unsere Ziele sind wissenschaftlich fundiert und stehen im Einklang mit der Begrenzung der Erderwärmung auf 1.5 °C. Basierend auf den Leitlinien des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), die das Jahr 2040 als kritische Schwelle für das Erreichen des 1.5-Grad-Ziels identifizieren, haben wir uns verpflichtet, bis dahin Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Die IPCC-Szenarien zeigen deutlich, dass eine frühe und kontinuierliche Reduktion von Treibhausgasen entscheidend ist, um überschüssige Emissionen zu vermeiden. Eine Netto-Null im Jahr 2040 weist demnach eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit auf, die Erderwärmung auf 1.5 °C zu beschränken, als eine Netto-Null im Jahr 2050.

Ferner orientieren wir uns an den EU-Klimazielen, insbesondere am European Green Deal, der bis 2030 eine Reduktion der THG-Emissionen von mindestens 55 Prozent vorsieht. Wir unterstützen zudem die nationalen Klimaziele des Landes Liechtenstein, das als Hauptaktionär das Netto-Null-Ziel 2040 in der «Beteiligungsstrategie der Regierung des Fürstentums Liechtenstein für die Beteiligung an der Liechtensteinischen Landesbank AG» verankert hat.

Die Definition unserer Reduktionsziele haben wir unter der Annahme eines geordneten Übergangs zu einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell im Einklang mit dem 1.5-Grad-Ziel des Paris-Abkommens vorgenommen. Wir haben unsere Vorgaben nicht anhand eines sektorspezifischen Dekarbonisierungspfads für Unternehmen, die wir finanzieren beziehungsweise in die wir investieren, abgeleitet. Auch hinsichtlich unseres Hypothekarportfolios verfolgen wir keinen sektorspezifischen Reduktionspfad.

5.2 Angaben zum Basisjahr

Als Basisjahr für alle Reduktionsziele haben wir das Jahr 2019 definiert. Die Wahl des Basisjahres ist darauf zurückzuführen, dass es sich dabei um das letzte vollständige Jahr vor der Covid-19-Pandemie handelt und es deshalb das repräsentativste Jahr für unsere Strategieperiode darstellt. Die von Lockdowns geprägten Jahre 2020 und 2021 würden als Vergleichsbasis ein stark verzerrtes Bild ergeben.

Im Berichtsjahr haben wir den Wert des Basisjahres 2019 und des Referenzjahres 2024 rückwirkend angepasst. Grund ist die Integration der ehemaligen ZKB Österreich in die LLB-Gruppe zu Jahresbeginn 2025. Gemäss dem GHG Protocol sind das Basisjahr sowie andere Bezugsjahre im Falle wesentlicher struktureller Veränderungen der berichtenden Organisation neu zu berechnen, «da sie lediglich Emissionen von einem Unternehmen auf ein anderes übertragen, ohne dass sich die in die Atmosphäre freigesetzten Emissionen ändern» (The Greenhouse Gas Protocol, Revised Edition 2015, S. 37). Als Beispiele nennt das Protokoll Unternehmensübernahmen und -veräusserungen.

Die betrieblichen und finanzierten THG-Emissionen der ZKB Österreich im Basisjahr 2019 beruhen grösstenteils auf Ist-Daten. Fehlende Angaben im Bankbetrieb wurden von der Stiftung myclimate auf der Grundlage plausibler Annahmen geschätzt. Für das Jahr 2024 liegen weder Daten zum Bankbetrieb noch zum Investmentportfolio vor; wir haben daher die Werte aus dem Jahr 2019 übernommen.

Zudem haben wir im Berichtsjahr erstmals die THG-Emissionen von Staatsanleihen und Drittfonds bei der Berechnung unserer finanzierten THG-Emissionen berücksichtigt. Hierbei folgen wir dem Standard des Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF). Die Anpassungen an Basisjahr und Referenzjahr sind den nachstehenden Tabellen zu entnehmen.

Anpassung des Bezugswertes 2019

in Tonnen CO2e

2019 (nach Anpassung)

+/- %

2019 (vor Anpassung)

Absolute THG-Emissionen (standortbezogen)

1’247’440

52.8 %

816’361

davon Scope 1

424

8.3 %

391

davon Scope 2 (standortbezogen)

635

5.5 %

602

davon Scope 3

1’246’381

52.9 %

815’368

Absolute THG-Emissionen (marktbezogen)

1’247’324

52.8 %

816’253

davon Scope 1

424

8.3 %

391

davon Scope 2 (marktbezogen)

519

5.2 %

493

davon Scope 3

1’246’381

52.9 %

815’368

Anpassung des Referenzjahres 2024

in Tonnen CO2e

2024 (nach Anpassung)

+/- %

2024 (vor Anpassung)

Absolute THG-Emissionen (standortbezogen)

1’156’111

77.1 %

652’931

davon Scope 1

139

30.7 %

106

davon Scope 2 (standortbezogen)

346

10.5 %

313

davon Scope 3

1’155’626

77.1 %

652’512

Absolute THG-Emissionen (marktbezogen)

1’156’001

77.1 %

652’829

davon Scope 1

139

30.7 %

106

davon Scope 2 (marktbezogen)

236

12.1 %

211

davon Scope 3

1’155’626

77.1 %

652’512

5.3 Erwartete Dekarbonisierungshebel

Wir haben mehrere Dekarbonisierungshebel identifiziert, die zur Erreichung der THG-Reduktionsziele beitragen. Diese Dekarbonisierungshebel betreffen sowohl den Bankbetrieb als auch die finanzierten Emissionen. Als Finanzdienstleisterin liegt unser Schwerpunkt weniger auf neuen Technologien, sondern auf der Weiterentwicklung unseres Produkt- und Dienstleistungsportfolios im Einklang mit den Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden.

Dekarbonisierungshebel der LLB-Gruppe

Ziele

Wertschöpfungskette

Dekarbonisierungshebel

Massnahme

Status

(Erwartete) Auswirkung auf THG-Reduktion

- 55 % bis 2030

ACT-26 - 20 % bis 2026

Scope-1-THG-Emissionen

Bankbetrieb

Energieeffizienz

Projekt Neubau Haus Giessen

In Umsetzung

Reduktion der Energieverbräuche und THG-Emissionen

Bankbetrieb

Elektrifizierung des LLB-Fuhrparks

Umstieg LLB-Flotte auf Elektrofahrzeuge

In Umsetzung

Reduktion der Emissionen in der Mobilität

Scope-2-THG-Emissionen

Bankbetrieb

Energieeffizienz

Projekt Neubau Haus Giessen

In Umsetzung

Verringerung des Energiebedarfs

Bankbetrieb

Nutzung erneuerbarer Energien

Solarpanels auf diversen LLB- Gebäuden

Abgeschlossen

Erhöhung des Eigenanteils erneuerbarer Energien

Scope-3-THG-Emissionen

Bankbetrieb (Scope 3.5)

Ressourceneffizienz

Recyclingkonzept LLB-Gruppe

In Umsetzung

Verringerung von Abfall und indirekten Emissionen

Bankbetrieb (Scope 3.7)

Emissionsarme Mobilität

Anwendung Mobilitätskonzept 2.0

In Umsetzung

Reduktion der Emissionen in der Mobilität

ACT-26 - 30 % bis 2026

Nachgelagert (Vermögensverwaltung / LLB-eigene Fonds) (Scope 3.15)

Produktänderung

Kontinuierliche Portfoliooptimierung (z. B. Impact-Fonds)

In Umsetzung

Kontinuierliche Reduktion der THG-Emissionen

Nachgelagert (Ausleihungen) (Scope 3.15)

Produktänderung

Forcierung neuer Kreditprodukte (z. B. Umwelthypothek und 0%- Energiehypothek)

In Umsetzung

Anreize für energieeffizientes Sanieren und Neubau

Nachgelagert (Eigenveranlagung) (Scope 3.15)

Dekarbonisierung der Eigenveranlagung

Bereinigung THG-intensiver Vermögenswerte und Anwendung LLB-Nachhaltigkeitsansatzes

In Umsetzung

Kontinuierliche Reduktion der THG-Emissionen

Nachgelagert (Eigenveranlagung) (Scope 3.15)

Dekarbonisierung der Eigenveranlagung

Phase-out Fossile Brennstoffe

Abgeschlossen

Reduktion von THG-Emissionen in der Eigenveranlagung

Vorgelagert

Nachhaltige Lieferkette

Lieferantenkodex

In Umsetzung

Reduktion der indirekten Emissionen

Die wichtigsten Hebel und ihr erwarteter Beitrag zur Zielerreichung sind der vorstehenden Tabelle zu entnehmen. Klimaszenarien wurden bei der Festlegung nicht berücksichtigt; stattdessen setzen wir auf operativ umsetzbare Massnahmen mit direktem Einfluss auf unsere Emissionsbilanz. Die Emissionserfassung erfolgt gemäss GHG Protocol (Scopes 1, 2, 3.1–3.7 und 3.15); Scopes 3.8–3.14 gelten als nicht materiell. Den erwarteten Gesamtbeitrag der identifizierten Dekarbonisierungshebel veranschlagen wir bis zum Ende unserer laufenden Strategieperiode 2026 auf einen mittleren einstelligen Prozentwert.

Bei den Dekarbonisierungshebeln kommen derzeit keine naturbasierten Lösungen im Sinne der ESRS zum Einsatz. Für unsere Bank sind solche Ansätze weniger geeignet, da die wesentlichen eigenen Emissionsquellen aus energiebezogenen Verbräuchen, Mobilität und eingekauften Dienstleistungen stammen. Diese lassen sich primär durch technische und operative Effizienzmassnahmen reduzieren. Zudem verfügt die Bank über keine nennenswerten eigenen Flächen oder Tätigkeiten in Ökosystemen, in denen naturbasierte Lösungen sinnvoll umsetzbar wären. Daher fokussieren wir uns auf jene Dekarbonisierungshebel, die im direkten Einflussbereich liegen und eine messbare Emissionsreduktion ermöglichen. Unabhängig davon fördern wir Aufforstungs- und Renaturierungsprojekte – siehe Abschnitt Klimaschutzfinanzierungen für verbleibende Treibhausgasemissionen. Diese tragen zur langfristigen Bindung von Treibhausgasen, zur Stärkung ökologischer Systeme und zur Förderung der biologischen Vielfalt bei, werden jedoch nicht mindernd auf die betriebliche Emissionsbilanz angerechnet.

6 Kennzahlen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz

6.1 Energieverbrauch und Energiemix

Der Gesamtenergieverbrauch der LLB-Gruppe beläuft sich im Berichtsjahr auf 5ʼ218 MWh (2024: 4ʼ948 MWh). Damit haben wir gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg von rund 5.4 Prozent realisiert. Der relative Anteil an fossiler Energie konnte jedoch um 5.9 Prozent gesenkt werden. Da für die ehemalige ZKB Österreich keine Vergleichswerte für das Vorjahr vorliegen, wurden die Kennzahlen für 2024 aus dem Jahr 2019 übernommen.

Energieverbrauch und Energiemix

20251

+/- %

20242

Gesamtverbrauch fossiler Energie (MWh)

356.6

– 0.8 %

359.5

Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %)

6.8 %

– 5.9 %

7.3 %

Verbrauch aus Kernkraftquellen (MWh)

0.0 %

0.0 %

0.0 %

Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch (in %)

0.0 %

0.0 %

0.0 %

Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschliesslich Biomasse (MWh)

0.0

0.0 %

0.0

Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung und aus erneuerbaren Quellen (MWh)

4’633.3

6.9 %

4’336.0

Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt (MWh)

228.2

– 9.8 %

252.9

Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie (MWh)

4’861.5

5.9 %

4’588.9

Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtenergieverbrauch (in %)

93.2 %

0.5 %

92.7 %

Gesamtenergieverbrauch (MWh)

5’218.1

5.4 %

4’948.4

1Die ZKB Österreich wurde im Jahr 2019 und 2025 voll berücksichtigt.

2Die ZKB Österreich wurde im Jahr 2024 voll berücksichtigt. Die Emissionen im Bankbetrieb und die Portfoliostruktur wurden aus dem Berichtsjahr 2019 übernommen.

Der Grossteil des Energieverbrauchs der LLB-Gruppe wird aus erneuerbaren Energiequellen abgedeckt. Ein Restbestand ist auf ein konventionelles Heizsystem in einer Kleinstliegenschaft in Liechtenstein und unsere beiden Standorte in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zurückzuführen. Mit der Inbetriebnahme des Hauses Giessen werden wir die Liegenschaft in Liechtenstein 2026 zurücklegen; aus den VAE ziehen wir uns ebenfalls 2026 zurück. Als Folge der Übernahme der ehemaligen ZKB Österreich befand sich zudem bis zum 3. Mai 2025 ein Gebäude in unserem Bestand, das noch mit konventionellem Strom und Gas versorgt wurde. Im Berichtsjahr wurden mit den Photovoltaikanlage der LLB-Gruppe 228 MWh erneuerbare Energie hergestellt.

6.2 Treibhausgasemissionen

6.2.1 Grenzen der THG-Berechnung

Wir berechnen unsere THG-Emissionen im Einklang mit angesehenen Standards und weisen sie entsprechend aus; den Rahmen dafür bildet das Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol). Berücksichtigt werden jene Scopes, die direkt mit unseren Bankaktivitäten sowie indirekt mit unserer Wertschöpfungskette verbunden sind: Scopes 1, 2, 3.1 bis 3.7 sowie 3.15. Die für die LLB-Gruppe relevanten Scope-3-Kategorien (3.1 bis 3.7 sowie 3.15) lauten: erworbene Waren und Dienstleistungen; Investitionsgüter; Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten; vorgelagerter Transport und Vertrieb; Abfallaufkommen; Geschäftsreisen; pendelnde Mitarbeitende und Investitionen.

Die Scopes 3.8 bis 3.14 erachten wir aus folgenden Gründen als nicht materiell:

  • Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Scope 3.8): Die Emissionen aus gemieteten Sachanlagen, wie beispielsweise Bürogebäuden, sind bereits in den Scope-1- und Scope-2-Emissionen der LLB-Gruppe enthalten. Daher werden die Emissionen aus dem Energieverbrauch und jene, die direkt durch diese Gebäude erzeugt werden, bereits erfasst.
  • Nachgelagerter Transport (Scope 3.9): Als Bank stellt die LLB-Gruppe weder physische Produkte her noch vertreibt sie solche. Daher gibt es keine relevanten Transport- oder Verteilungsprozesse, die Emissionen verursachen könnten.
  • Verarbeitung verkaufter Produkte (Scope 3.10): Da die LLB-Gruppe keine physischen Produkte herstellt, gibt es keine nachgelagerte Verarbeitung durch Dritte, die Emissionen verursachen könnte.
  • Verwendung verkaufter Produkte (Scope 3.11): Die LLB-Gruppe stellt keine physischen Produkte her, die genutzt werden könnten. Daher entstehen keine Emissionen durch die Nutzung solcher Produkte.
  • Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer (Scope 3.12): Da die LLB-Gruppe keine physischen Produkte herstellt, gibt es keine Produkte, die am Ende ihrer Nutzungsdauer entsorgt oder behandelt werden müssten. Somit ist dieser Scope nicht relevant.
  • Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter (Scope 3.13): Die Vermietung von Sachanlagen ist nicht Bestandteil des Kerngeschäfts der LLB-Gruppe. Daher gibt es keine relevanten Emissionen oder Vermietungsprozesse, die berücksichtigt werden müssten.
  • Franchises (Scope 3.14): Die LLB-Gruppe betreibt keine Franchise-Unternehmen. Daher gibt es keine relevanten Emissionen, die berücksichtigt werden müssten.

Scope 3.15 (Investitionen) ist für Banken von besonderer Bedeutung. Dieser betrifft bei der LLB-Gruppe jene Emissionen, die durch die Eigenveranlagung und die Bankprodukte (hypothekarisch besicherte Ausleihungen, LLB-eigene Fonds, Vermögensverwaltungsmandate) verursacht werden.

6.2.2 Berechnungsmethodik

6.2.2.1 Bankbetrieb

Die Berechnung der jährlichen THG-Emissionen im Bankbetrieb (Scopes 1, 2 und 3.1 bis 3.7) nehmen wir jeweils im ersten Quartal des Folgejahres vor. Dabei erfassen wir zunächst die zugrunde liegenden Rohdaten (Stromverbrauch in kWh, gefahrene Kilometer im Pendelverkehr, Flugstrecken bei Geschäftsreisen, Papierverbrauch in kg etc.) im externen THG-Bilanzierungstool EcoCloud der Stiftung myclimate und dokumentieren die Datenquelle. Die Qualität der Rohdaten wird mit «exakt», «berechnet» oder «geschätzt» angegeben.

Unsere THG-Emissionen werden in CO2-Äquivalenten (CO2e) ausgewiesen. Die Umrechnung anhand festgelegter Emissionsfaktoren erfolgt extern durch die Stiftung myclimate. Dazu plausibilisiert sie zunächst die Rohdaten und modelliert fehlende Daten, indem sie auf Werte aus dem Vorjahr, von vergleichbaren Standorten, aus Studien oder aus myclimate-Modellen sowie auf Benchmarks zurückgreift. Bei der Berechnung werden die Treibhausgase CO2 (Kohlendioxid), CH4 (Methan), N2O (Distickstoffoxid), HFCs (Hydrofluorkohlenwasserstoffe), PFCs (perfluorierte Kohlenwasserstoffe), SF6 (Schwefelhexafluorid) und NF3 (Stickstofftrifluorid) berücksichtigt. Die von myclimate genutzten Emissionsfaktoren beziehen sich auf das Global Warming Potential (GWP100), das für einen Zeitraum von hundert Jahren die Klimawirksamkeit von Treibhausgasen berechnet. Per Definition hat CO2 einen GWP-Wert von 1. Die Klimawirkung von anderen Gasen wird – basierend auf ihrer Wirkung und Verweildauer – im Verhältnis zum CO2 angegeben. Die Ergebnisse werden anschliessend von unseren Expertinnen und Experten nochmals überprüft und plausibilisiert.

In die THG-Berechnung für das Berichtsjahr wurden sämtliche Standorte in Liechtenstein, der Schweiz, Österreich, Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten einbezogen. Wo möglich, verwenden wir Primärdaten. Aus Gründen der Effizienz oder wegen mangelnder Datenverfügbarkeit ist das nicht immer umsetzbar, weshalb wir in solchen Fällen Schätzungen oder Hochrechnungen vornehmen. Der Ausweis unserer THG-Emissionen erfolgt sowohl gemäss standort- wie auch marktbezogenem Ansatz. Standortbezogene Scope-2-Emissionen basieren auf den durchschnittlichen Emissionsfaktoren der Energieerzeugung an bestimmten Standorten. Marktbezogene Scope-2-Emissionen werden anhand des tatsächlich von der LLB-Gruppe gekauften Strommixes berechnet. Datenqualität, Berechnungslogik und Automatisierungsgrad werden kontinuierlich verbessert.

6.2.2.2 Eigenveranlagung, eigene Fondsprodukte und Vermögensverwaltung

Bei der Berechnung der finanzierten THG-Emissionen (Scope 3.15) in der Eigenveranlagung, in der Vermögensverwaltung sowie bei den LLB-Fonds wenden wir den Standard des Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) an. Die Grundlage hierfür bildet unsere ESG-Datenbanklösung, die primär auf Informationen des externen Datenanbieters MSCI beruht. Sowohl berichtete als auch geschätzte THG-Werte unserer Gegenparteien finden in die Berechnungen Eingang. Um ein umfassendes und valides Bild unserer THG-Situation zu gewährleisten, setzen wir zudem weitere Bereinigungsverfahren ein. So werden beispielsweise extreme Ausreisser bereinigt, fehlende Einzelwerte mit dem zuletzt verfügbaren Wert ergänzt, Daten entlang der Unternehmenshierarchie vererbt oder, sofern keine Daten vorliegen, mit aktuellen Branchenwerten ergänzt.

In die Berechnung fliessen börsenkotierte Aktien und Unternehmensanleihen ein, da für diese Anlageklassen aufgrund von bestehenden Berichtspflichten und etablierten Standards verlässliche und vergleichbare THG-Emissionsdaten verfügbar sind. Die Berechnungen beziehen sich auf die für die Portfoliosteuerung primär relevanten Scope-1- und Scope-2-Emissionen. Staatsanleihen und Drittfonds werden in diesem Jahr erstmalig berücksichtigt. Bei Green Bonds werden die projektbedingten THG-Emissionen herangezogen. Sollten diese nicht vorliegen, wird der CO2-Wert des Unternehmens berücksichtigt. Die ehemaligen Bestände der ZKB Österreich sind für das aktuelle Berichtsjahr sowie für das Referenzjahr 2019 berücksichtigt, während in der Veränderungsanalyse gegenüber dem Vorjahr die Portfoliowerte des Referenzjahres, welche rund 5 Prozent des relevanten Gesamtvolumens ausmachen, herangezogen wurden.

Durch das beschriebene Vorgehen erhöhen wir die Datenverfügbarkeit und sichern eine hohe Datenqualität. Da unser externer Datenlieferant sowie die institutionalisierten Bereinigungsverfahren der ESG-Datenbank nicht alle CO2-Werte bereitstellen können, haben wir die fehlenden Werte mithilfe des Durchschnitts unseres Portfolios geschätzt. Dadurch konnten wir sicherstellen, dass 100 Prozent der Bruttobuchwerte abgedeckt sind. Wir arbeiten weiterhin daran, die Abdeckung unserer Daten zu optimieren.

Für die THG-Berechnung in der Eigenveranlagung berücksichtigen wir Finanzanlagen im Rahmen des Asset Liability Management (ALM) sowie strategische Beteiligungen. Ausgeschlossen sind die Positionen des Handelsbuchs, das aufgrund des sehr geringen Volumens für uns nicht materiell ist. Des Weiteren berücksichtigen wir sämtliche Vermögensverwaltungsmandate und LLB-Fonds sowie die digitale Vermögensverwaltung willbe. Ausgeschlossen sind Beratungs- / Anlageberatungsmandate, die Ausführung auf Basis von Kundenaufträgen («execution only») und Private-Label-Fonds.

6.2.2.3 Ausleihungen

Die THG-Emissionen des Hypothekarportfolios (Scope 3.15) werden einmal jährlich im Einklang mit dem Standard des Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) berechnet. Zunächst werden – wo vorhanden – aus internen Systemen die notwendigen Rohdaten zu den Immobilien gesammelt und aufbereitet. Diese Daten umfassen grundlegende Informationen zu den Gebäuden (beispielsweise Quadratmeterzahl, Heizträger). Nachdem wir die Rohdaten intern validiert und anonymisiert haben, leiten wir sie an den Immobilienspezialisten Wüest Partner AG weiter. Dort werden die Daten mit zusätzlichen Informationen ergänzt, die für die Ermittlung der THG-Emissionen nötig sind.

Die Berechnungen stützen sich auf standardisierte Methoden, die unter anderem den Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser und Strom berücksichtigen. Diese Methoden basieren auf anerkannten Grundlagen, insbesondere der Norm SIA 380/1:2016 «Heizwärmebedarf» (Dezember 2016) sowie dem Merkblatt SIA 2024 «Raumnutzungsdaten für die Energie- und Gebäudetechnik» (Oktober 2015). Auf dieser Grundlage wird der THG-Ausstoss pro Immobilie sowie für das gesamte Portfolio ermittelt. Nachdem unsere Expertinnen und Experten die Daten plausibilisiert haben, werden sie für die interne und externe Berichterstattung aufbereitet. Dieser Ansatz ermöglicht eine klare und verlässliche Einschätzung der THG-Emissionen unseres Hypothekarportfolios.

6.2.3 Entwicklung der THG-Emissionen

Für das Jahr 2025 beliefen sich die gesamten THG-Emissionen der LLB-Gruppe marktbezogen auf 990ʼ964 t CO2e (2024: 1.16 Mio. t CO2e). Damit können wir gegenüber dem Basisjahr 2019 eine absolute Reduktion von 20.6 Prozent ausweisen; im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Rückgang 14.3 Prozent. Wie bei einer Bank zu erwarten, machen unsere Investitionen (Scope 3.15) den Grossteil unserer gesamten THG-Emissionen aus (mehr als 99 %). Die relevanten Investitionen sind seit 2019 um rund 37 Prozent gewachsen. Trotz dieses erfreulichen Wachstums sind die absoluten THG‑Emissionen im Vergleich zum Referenzjahr reduziert worden.

Im Jahr 2025 bezogen wir 92.9 Prozent unseres Stroms über Verträge mit Energieattributen wie Herkunftsnachweisen und Green Tariffs, während 7.1 Prozent auf nicht zertifizierten Residualmix entfielen. Biogene Emissionen werden aktuell nicht separat ausgewiesen, da sie im eigenen Betrieb und in den vorgelagerten Emissionen nicht wesentlich sind und für die Emissionskategorie 3.15 aufgrund der aktuellen Datenlage nicht zur Verfügung stehen.

THG-Emissionen der LLB-Gruppe

Rückblickend

Etappenziele und Zieljahre

20251

20242

2019

Entwicklung 2024 - 2025

20263

2030

2040

Scope-1-THG-Emissionen in Tonnen CO2e

Scope-1-THG-Bruttoemissionen

84

139

424

– 39.1 %

Scope-2-THG-Emissionen in Tonnen CO2e

Standortbezogene Scope-2-THG- Bruttoemissionen

386

346

635

11.5 %

Marktbezogene Scope-2-THG- Bruttoemissionen

239

236

519

1.4 %

Signifikante Scope-3-THG-Emissionen4 in Tonnen CO2e

Gesamte indirekte (Scope-3-)THG-Bruttoemissionen

990’641

1’155’626

1’246’381

– 14.3 %

1 Erworbene Waren und Dienstleistungen

368

404

378

– 9.0 %

- 20 %

- 55 %

Netto-Null

2 Investitionsgüter

225

227

61

– 0.9 %

3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten)

341

336

342

1.5 %

4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb

84

75

61

11.8 %

5 Abfallaufkommen in Betrieben

1

5

37

– 78.3 %

6 Geschäftsreisen

592

778

600

– 23.8 %

7 Pendelnde Mitarbeitende

1’962

2’007

2’272

– 2.2 %

15 Investitionen5

987’068

1’151’795

1’242’630

– 14.3 %

- 30 %

THG-Emissionen insgesamt in Tonnen CO2e

THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen)

991’111

1’156’111

1’247’439

– 14.3 %

THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen)

990’964

1’156’001

1’247’324

– 14.3 %

1Die ZKB Österreich wurde im Jahr 2019 und 2025 voll berücksichtigt.

2Die ZKB Österreich wurde im Jahr 2024 voll berücksichtigt. Die Emissionen im Bankbetrieb und die Portfoliostruktur wurden aus dem Berichtsjahr 2019 übernommen.

3Das mittelfristige Zieljahr der LLB-Gruppe orientiert sich an der ACT-26-Strategieperiode, die bis 2026 dauert. Das 20-%-Reduktionsziel bezieht sich ausschliesslich auf den Bankbetrieb (exkl. Scope 3.15).

4Scopes 3.8 bis 3.14 sind für die LLB-Gruppe nicht materiell. Es werden die marktbezogenen Scope-3-THG-Emissionen ausgewiesen.

5Beim gelisteten Eigen- und Fremdkapital sind aus Datenqualitätsgründen ausschliesslich die Scopes 1 und 2 inkludiert, bei Hypotheken zusätzlich Scope 3.3.

Auch bezüglich der Messgrösse THG-Intensität im Vergleich zum Konzernergebnis konnten wir einen Rückgang realisieren. Gemessen an dieser Kennzahl stiess die LLB-Gruppe im Berichtsjahr 2025 je CHF 1 Mio. erzieltes Konzernergebnis rund 13.6 Prozent weniger THG aus als noch 2024 (siehe nachstehende Tabelle). Die relevanten Positionen sind der Konsolidierten Erfolgsrechnung der LLB-Gruppe zu entnehmen.

THG-Intensität im Verhältnis zum Konzernergebnis

in Tonnen CO2e/Konzernergebnis in Mio. CHF

2025

2024

2019

Entwicklung 2024 - 2025

THG-Gesamtemissionen (standortbezogen)

5’952

6’890

10’052

– 13.6 %

THG-Gesamtemissionen (marktbezogen)

5’951

6’889

10’051

– 13.6 %

6.3 Klimaschutzfinanzierungen für verbleibende Treibhausgasemissionen

Im Rahmen unserer Netto-Null-Zielsetzungsambition streben wir eine Reduktion unserer THG-Emissionen von 90 bis 95 Prozent bis 2040 an. Hier sind wir insbesondere auch von den gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen abhängig (z. B. fortschreitende Dekarbonisierung unserer Gegenparteien, steigende Akzeptanz nachhaltiger Produktangebote).

Bislang übernehmen wir Verantwortung für unsere THG-Emissionen im Bankbetrieb durch den Erwerb und die Stilllegung von CO2-Zertifikaten gemäss international anerkannten Standards (z. B. Plan Vivo, VER). Die Projekte werden durch die gemeinnützige Organisation myclimate umgesetzt und regelmässig geprüft (u. a. durch SGS und Wirtschaftsprüfer). Im Rahmen dieser Klimaschutzfinanzierungen unterstützen wir Klimaschutzprojekte ausserhalb unserer Wertschöpfungskette:

  • Ein Pionierprogramm zur Speicherung von Kohlenstoff in Ackerböden, um Bodenerosion und Humusverlust zu bekämpfen. Mit humusaufbauenden Massnahmen leisten Biobäuerinnen und Biobauern einen Beitrag zu einer klimafreundlicheren Landwirtschaft.
  • Ein Projekt zur Förderung nachhaltiger Landnutzung durch Aufforstung und eine entsprechende Bewirtschaftung bestehender Wälder, was die Kohlenstoffabsorption erhöht und die Biodiversität stärkt.
  • Eine Wiederaufforstungsinitiative, bei der kleinbäuerliche Familien zusammenarbeiten, um ungenutztes Land aufzuforsten und die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern.

Diese Massnahmen sind Teil eines kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsprozesses, der sich an wissenschaftlichen Standards und aktuellen Branchenstandards orientiert.

Im Berichtsjahr gelöschte CO2-Gutschriften

31.12.2025

31.12.2024

Gesamt (in t CO2e)

1’598

1’445

Anteil von Abbauprojekten (biogen)

100 %

100 %

Anteil von Reduktionsprojekten

0 %

0 %

Anteil Plan Vivo

89 %

100 %

VER

11 %

0 %

Anteil von Projekten innerhalb der EU

0 %

0 %

Anteil CO2-Gutschriften, die Art. 6 des Übereinkommens von Paris entsprechen

0 %

0 %

In der Zukunft zu löschende CO2-Gutschriften

Gesamt (in t CO2e)

10’314

Im Jahr 2025 wurden 1ʼ598 t CO2e stillgelegt. Die endgültige Stilllegung der Zertifikate wird dokumentiert und erfolgt branchenüblich einmal jährlich, sobald diese im entsprechenden Register verfügbar sind. Die Zertifikate werden gelöscht und können nicht erneut gehandelt werden, somit wird die Einmaligkeit der Klimaschutzwirkung garantiert. Die Stilllegung der Zertifikate und die Einhaltung der Kundenversprechen wird zusätzlich durch die internationale Warenprüfanstalt SGS überprüft. Die Zertifikate tragen zur nachhaltigen Entwicklung und zum Klimaschutz bei. Die Reduzierung oder Entfernung von Treibhausgasemissionen durch Klimaschutzprojekte wird gemäss Plan Vivo offengelegt. In einer Region besteht eine starke Anlehnung an das «Gold Standard SOC-Framework».

Wir beziehen die beschriebenen CO2-Zertifikate nicht in die Berechnung unserer THG-Emissionen ein, das heisst, sie haben keinerlei reduzierende Wirkung auf den ausgewiesenen THG-Fussabdruck der LLB-Gruppe. Stattdessen geben wir im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben ausschliesslich unsere Brutto-THG-Emissionen an.

6.4 Interne CO2-Bepreisung

Die LLB-Gruppe wendet kein internes CO2-Bepreisungssystem an.

6.5 Finanzielle Auswirkungen von klimabezogenen Risiken und Chancen

Wir nehmen die Übergangsfristen für ESRS E1-9 und ESRS 2 SMB-3 in Anspruch. Im Rahmen eines laufenden Projektvorhabens zur Professionalisierung des ESG-Risikomanagements stellen wir die kontinuierliche Weiterentwicklung sicher, um die Resilienz der LLB-Gruppe im Einklang mit den aktuellen Standards zu stärken. Verantwortlich für die Umsetzung des Projektes ist der Fachbereich Group Risk Management.

6.6 Zusätzliche Offenlegung gemäss Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF)

Die nachfolgenden Tabellen geben detaillierte Auskunft über die Entwicklung unserer finanzierten THG-Emissionen. Sie folgen dem Standard des Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF).

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung unserer THG-Emissionen in der Eigenveranlagung, der Vermögensverwaltung sowie bei den LLB-eigenen Fondsprodukten. Im Unterschied zur ESRS-Offenlegung berücksichtigen wir hier auch die Scope‑3‑Emissionen unserer Gegenparteien. Die Coverage Ratio gibt transparent Auskunft über den Anteil jener Vermögenswerte, für die uns Emissionsdaten vorliegen.

THG-Emissionen in der Eigenveranlagung, Vermögensverwaltung und bei den LLB-eigenen Fonds

in Tonnen CO2e

2025

2024

2019

Absolute THG-Emissionen1

5’950’497

5’737’629

6’342’108

davon Scope 1

786’522

950’204

980’258

davon Scope 2

112’140

100’287

141’527

davon Scope 3

5’051’836

4’687’138

5’220’323

in Tonnen CO2e/investierte Mio. CHF

Relative THG-Emissionen

382

424

559

davon Scope 1

50

70

86

davon Scope 2

7

7

12

davon Scope 3

324

347

460

in Prozent

Coverage Ratio vor Hochrechnung

Scope 1

72 %

81 %

75 %

Scope 2

71 %

79 %

74 %

Scope 3

71 %

79 %

73 %

in Mio. CHF

Volumen der Buchwerte

15’587

13’523

11’354

1Die Darstellung erfolgt für Aktien, (Staats-)Anleihen und Drittfonds. Die Werte des Jahres 2025 spiegeln die veränderte Portfoliostruktur mit zuletzt verfügbaren Emissionswerten wider. Die historischen Scope‑3-Emissionswerte wurden von unserem Datenanbieter modelliert. Fehlende Emissionsdaten sind anhand des portfoliogewichteten Durchschnitts auf Basis der Buchwerte hochgerechnet. Eine detaillierte Bewertung der ZKB Österreich wurde für das Jahr 2019 und 2025 vorgenommen. Für das Jahr 2024 wurden die Portfoliostruktur aus dem Berichtsjahr 2019 übernommen.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der THG-Emissionen im Hypothekarportfolio. Neben den absoluten THG-Emissionen haben sich auch die relativen THG-Emissionen vorteilhaft entwickelt. Unser durchschnittlicher Data Quality Score gemäss PCAF-Standard beläuft sich auf 4.2 (2024: 4.2).

THG-Emissionen im Hypothekarportfolio

2025

2024

2019

in Tonnen CO2e

Absolute THG-Emissionen

88’407

101’304

120’845

davon Scope 1

61’137

70’246

davon Scope 2

6’370

7’546

davon Scope 3.3

20’900

23’512

Zusätzliche Daten

Relative THG-Emissionen in Tonnen CO2e/m2

25.16

27.21

Coverage Ratio

100 %

100 %

99 %

Die nachstehende Tabelle stellt die Verteilung der finanzierten THG-Emissionen nach Anlageklassen dar. Investitionen in gelistetes Eigen- und Fremdkapital machen demnach den Grossteil der finanzierten Emissionen aus. Mit Blick auf die Scope-1- und Scope-2-Emissionen unserer Gegenparteien ist im Jahresvergleich ein Rückgang feststellbar. Berücksichtigt man auch die entsprechenden Scope-3-Emissionen, ist ein Anstieg zu verzeichnen.

THG-Emissionen nach Anlageklassen

in Tonnen CO2e

20251

20242

Scope-1- und Scope-2-THG-Emissionen

966’168

1’128’283

THG-Emissionen in Aktien, Unternehmensanleihen und Drittfonds

727’984

776’093

THG-Emissionen der Staatsanleihen (exkl. LULUCF)3

170’677

274’398

THG-Emissionen in Hypotheken

67’507

77’792

Scope-3-THG-Emissionen

5’072’736

4’710’650

THG-Emissionen in Aktien, Unternehmensanleihen und Drittfonds

4’979’765

4’567’441

THG-Emissionen der Staatsanleihen

72’071

119’697

THG-Emissionen in Hypotheken

20’900

23’512

THG-Emissionen insgesamt

6’038’904

5’838’933

1Die Werte des Jahres 2025 spiegeln die veränderte Portfoliostruktur mit zuletzt verfügbaren Emissionswerten wider. Die historischen Scope‑3-Emissionswerte wurden von unserem Datenanbieter modelliert. Fehlende Emissionsdaten sind anhand des portfoliogewichteten Durchschnitts auf Basis der Buchwerte hochgerechnet. Eine detaillierte Bewertung der ZKB Österreich wurde für das Jahr 2019 und 2025 vorgenommen.

2Für die ZKB Österreich wurde im Jahr 2024 die Portfoliostruktur aus dem Berichtsjahr 2019 übernommen.

3Die ausgewiesenen Emissionswerte der Staatsanleihen berücksichtigen keine Effekte aus Land Use, Land-Use Change and Forestry (LULUCF) und basieren auf dem kaufkraftbereinigten Bruttoinlandsprodukt (GDP), während bei Aktien und Unternehmensanleihen der Enterprise Value Including Cash (EVIC) als Bezugsgrösse verwendet wird.

PCAF empfiehlt hinsichtlich des Exposure von Finanzunternehmen in THG-intensiven Sektoren eine grösstmögliche Transparenz. Dieser Anforderung kommen wir für unsere Investitionen (Eigenveranlagung, Vermögensverwaltungsmandate und LLB-Fonds) mit untenstehender Tabelle nach. In Bezug auf diese fünf THG-intensiven Sektoren hat die Zementproduktion den grössten absoluten THG-Ausstoss für Scope 1 und Scope 2 innerhalb der LLB-Gruppe.

THG-Emissionen nach Sektoren

in Tonnen CO2e

20251

20242

THG-Emissionen insgesamt

188’157

241’300

THG-Emissionen in Zement

126’875

114’590

THG-Emissionen in Stromerzeugung

33’808

102’753

THG-Emissionen in Energie

16’471

13’946

THG-Emissionen in Stahl

7’728

7’386

THG-Emissionen in Automobilindustrie

3’275

2’626

1Die Werte des Jahres 2025 spiegeln die veränderte Portfoliostruktur mit zuletzt verfügbaren Emissionswerten wider. Bei Drittfonds erfolgte keine Durchschau auf Einzelpositionen.

2Die Bewertung der ZKB Österreich für das Jahr 2024 erfolgte auf Basis der Portfoliostruktur von 2019.