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LLB Geschäftsbericht 2025 en

Information unaudited Information ungeprüft«Es zählt das Gesamtpaket»

2025 war für die LLB-Gruppe ein Jahr mit entscheidenden Weichenstellungen. So wurden mehrere Schlüsselpositionen neu besetzt, auch in der Gruppenleitung. Auffallend dabei: sehr oft mit internen Nachfolgern. Im Gespräch mit den Mitgliedern des Nomination and Compensation Committees (NCC) blicken wir hinter die Kulissen. Wie werden solche Entscheidungen getroffen und warum sind interne Lösungen offenbar so beliebt?

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Die Mitglieder des NCC: Verwaltungsratspräsident Georg Wohlwend sowie die Verwaltungsratsmitglieder Leila Frick-Marxer und Thomas Russenberger (Vorsitzender des Nomination and Compensation Committees).

Herr Wohlwend, wie läuft ein typischer Nominationsprozess auf Geschäftsleitungsebene ab?

Das ist einer der wichtigsten Prozesse, die wir als Verwaltungsrat steuern. Wir gehen da sehr bewusst und sorgfältig vor. Zuerst klären wir, welche Anforderungen die Position in der Zukunft mit sich bringt. Dann prüfen wir interne und externe Optionen. So stellen wir sicher, dass wir die beste Lösung für das Unternehmen finden. Wenn jemand interimistisch übernimmt, wie zuletzt im Fall des neuen Group CEO Christoph Reich, ist das ein zusätzlicher Vorteil: Wir sehen, wie er die Rolle ausfüllt und umgekehrt kann er prüfen, ob er sich in der neuen Rolle wohlfühlt. So wächst die Entscheidung auf beiden Seiten und es kann zusätzliches Vertrauen geschaffen werden.

Herr Russenberger, welche Kriterien sind entscheidend bei der Auswahl der Kandidaten?

Es geht immer um ein Zusammenspiel der unterschiedlichen Kompetenzen. Wir schauen auf Führungsstärke, strategisches Denken, Branchenerfahrung und die Fähigkeit, das Unternehmen weiterzuentwickeln. Als werteorientiertes Unternehmen ist für uns eine gemeinsame Wertebasis, der sogenannte «cultural fit» aber ebenso wichtig. Nur, wenn unsere Führungskräfte die Werte unserer Bank ohne Wenn und Aber vorleben, können sie dies auch von der Belegschaft einfordern. Kurz gesagt: Wer bringt das Gesamtpaket mit, mit dem sie oder er die LLB-Gruppe erfolgreich in die Zukunft führen kann? Und sowohl Christoph Reich als auch Markus Schifferle, den wir im November 2025 zum CFO ernannt haben und der im Januar von der FMA Liechtenstein offiziell bestätigt wurde, erfüllen diese Anforderungen. Sie kennen die Gruppe seit vielen Jahren, haben sie mitgeprägt und haben gleichzeitig einen frischen Blick. Genau diese Kombination hat uns überzeugt.

Frau Frick-Marxer, wie bewerten Sie die Balance zwischen interner und externer Besetzung von Schlüsselpositionen?

Wir investieren viel in den People Development Prozess – von der Sachbearbeitung bis zur Gruppenleitung. Dadurch können wir verantwortungsvolle Positionen häufig intern besetzen. Das zeigt, dass unsere Talententwicklung funktioniert. Natürlich braucht es aber auch immer wieder frischen Wind. So stellen wir sicher, dass wir unser Know-how mit externem Wissen anreichern und neue Perspektiven ins Unternehmen holen. Unterm Strich geht es immer darum: die beste Person für die jeweilige Stelle zu finden.

Und wie wichtig ist es dem Verwaltungsrat, Führungspersönlichkeiten aus den eigenen Reihen zu fördern?

Sehr wichtig. Wir wollen Perspektiven bieten und Potenziale nutzen. Wenn jemand über Jahre Leistung zeigt und Verantwortung übernimmt, ist eine Beförderung ein starkes Signal für sie oder ihn sowie für alle Mitarbeitenden. Es zeigt: Bei uns kann man wachsen. Aber: Es genügt nicht, nur lange genug dabei zu sein. Leistungsbereitschaft, Potenzial und Qualifikation müssen stimmen.

Herr Russenberger, Hand aufs Herz – haben interne Kandidaten einen Vorteil?

Nein, nicht automatisch. Sie kennen das Unternehmen, das ist ein Plus. Aber wir schauen immer objektiv: Wer bringt das passende Profil mit, um die künftigen Herausforderungen zu meistern? Wenn das eine externe Person ist, entscheiden wir uns für sie. So ging es 2025 ja auch darum, eine Nachfolge für Urs Müller zu finden, der als Leiter Privat- und Firmenkunden in den Ruhestand gegangen ist. Hier konnte uns Michael Hartmann überzeugen, der über ein breites Know-how und langjährige Erfahrung aus der Schweizer Finanzwelt verfügt. Auch mit dieser Personalentscheidung sind wir sehr zufrieden. Michael hat sich sehr schnell und gut im Unternehmen sowie in seiner neuen Rolle eingefunden.

Herr Wohlwend, 2026 endet die aktuelle Strategie. Die neue wird erarbeitet. Bedeutet die Ernennung von zwei Internen in der Gruppenleitung, dass sich an der zukünftigen strategischen Ausrichtung nicht viel ändern wird?

Die Ernennung kommt zum idealen Zeitpunkt. Die neue Strategie wird von Grund auf erarbeitet. Die beiden haben nun die Chance, diesen Prozess von Anfang an mitzugestalten. Sie kennen das Unternehmen und haben trotzdem frische Ideen. Neue Akzente kommen natürlich auch von Michael Hartmann, der von aussen zu diesem Prozess dazugestossen ist. Das gibt uns die Chance, Bewährtes weiterzuführen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen. Kontinuität und Erneuerung – beides ist möglich, wenn man die richtigen Leute an Bord hat.

Und die haben Sie?

Ja. Davon sind wir überzeugt.