Information unaudited Information ungeprüftKonsolidierter Jahresbericht
Erfolgsrechnung
Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete die LLB-Gruppe mit CHF 166.5 Mio. ein Konzernergebnis, das auf dem Niveau des Vorjahres liegt (2024: CHF 167.2 Mio.). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf CHF 5.47 (2024: CHF 5.47).
Der Geschäftsertrag erhöhte sich 2025 um 8.1 Prozent auf CHF 611.6 Mio. (2024: CHF 565.8 Mio.).
Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft vor erwarteten Kreditverlusten sank gegenüber der Vorjahresperiode um 8.3 Prozent auf CHF 122.9 Mio. (2024: CHF 134.1 Mio.). Der Zinsertrag nahm um 26.0 Prozent auf CHF 367.9 Mio. (2024: 496.9 Mio.) ab. Der Zinsaufwand reduzierte sich um 32.5 Prozent auf CHF 245.0 Mio. (2024: CHF 362.8 Mio.). Grund für die Rückgänge war das tiefere Zinsniveau. Obwohl der Margenbeitrag im Aktivgeschäft gesteigert werden konnte, gerieten die Passivmargen aufgrund des sinkenden Zinsniveaus unter Druck.
Im Geschäftsjahr 2025 konnte die Risikovorsorge für Kreditverluste um netto CHF 0.6 Mio. reduziert werden (2024: CHF 9.2 Mio. Nettoauflösung). Im Vorjahr wurden mehrere langjährige Fälle erfolgreich abgeschlossen und einer definitiven Lösung zugeführt.
Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft nahm im Vergleich zur Vorjahresperiode um CHF 45.2 Mio. auf CHF 259.2 Mio. zu (2024: CHF 214.0 Mio.). Dabei trug die Integration der ZKB Österreich wesentlich zum sehr guten Ergebnis bei. Durch das deutliche Wachstum der Kundenvermögen konnten mehr bestandsabhängige Gebühren vereinnahmt werden. Diese stiegen um 25.5 Prozent auf CHF 192.4 Mio. (2024: CHF 153.3 Mio.). Zusätzlich führte eine verstärkte Kundenaktivität zu einem Anstieg der transaktionsabhängigen Gebühren um 10.0 Prozent auf CHF 66.8 Mio. (2024: CHF 60.7 Mio.). Ein weiterer Erfolg im Berichtsjahr war das Wachstum des LLB Invest-Volumens. Die Bestände in den Vermögensverwaltungs- und Anlageberatungsmandaten nahmen um über CHF 3 Mia. auf CHF 22 Mia. zu.
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft stieg in der Berichtsperiode um 9.9 Prozent auf CHF 219.7 Mio. (2024: CHF 199.9 Mio.). Dazu beigetragen hat in erster Linie das Devisengeschäft, das mit CHF 214.1 Mio. um CHF 18.1 Mio. über der Vorjahresperiode liegt (2024: CHF 196.0 Mio.). Durch die Veranlagung der Fremdwährungs-Kundengelder in Währungsswaps in Schweizer Franken profitierte die LLB-Gruppe im Handelserfolg. Die Zinsdifferenz der Fremdwährungen gegenüber dem Schweizer Franken wirkte positiv. Die deutlicheren Zinssenkungen im Schweizer Franken im Vergleich zu den Fremdwährungszinsen haben diesen Effekt im Berichtsjahr zusätzlich begünstigt. Zudem wurde eine höhere Kundenhandelsaktivität im Devisenbereich verzeichnet.
Der Erfolg aus Finanzanlagen belief sich auf CHF 8.3 Mio. und liegt damit über dem Vorjahresniveau (2024: CHF 6.2 Mio.) vor allem aufgrund höherer Kurserfolge.
Der übrige Erfolg nahm gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 1.3 Mio. auf CHF 1.0 Mio. ab (2024: CHF 2.4 Mio.). Im Vorjahr waren Sondereffekte enthalten, die positiv wirkten.
Geschäftsertrag (in Mio. CHF)
Der Geschäftsaufwand lag 2025 mit CHF 410.4 Mio. um 11.1 Prozent über jenem der Vorjahresperiode (2024: CHF 369.5 Mio.). Der Anstieg liegt im Rahmen der Erwartungen und ist primär auf die Übernahme der ZKB Österreich sowie die damit verbundenen Integrationskosten über rund CHF 10 Mio. zurückzuführen.
Der Personalaufwand wuchs um 9.1 Prozent beziehungsweise CHF 21.4 Mio. auf CHF 256.1 Mio. (2024: CHF 234.7 Mio.). Ausschlaggebend war ein über das Jahr hinweg höherer durchschnittlicher Personalbestand sowie die Bildung von Restrukturierungsrückstellungen im Rahmen der Integration der ZKB Österreich. Per Jahresende lag der Stellenbestand der LLB-Gruppe mit 1’294 Vollzeitstellen trotz der Übernahme von Mitarbeitenden der ZKB Österreich nahezu auf Vorjahresniveau (31.12.2024: 1’286).
Der Sachaufwand stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 15.6 Prozent auf CHF 113.8 Mio. (2024: CHF 98.4 Mio.). Auch die Abschreibungen nahmen um 11.2 Prozent auf CHF 40.4 Mio. zu (2024: CHF 36.4 Mio.). Die Zunahme resultiert primär aus dem Zugang der ZKB Österreich.
Die Cost-Income-Ratio erhöhte sich erwartungsgemäss infolge der Integration der ZKB Österreich auf 67.0 Prozent (2024: 66.4 %). Bereinigt um die Integrationskosten der Übernahme hätte sie 65.4 Prozent betragen.
Bilanz
Die konsolidierte Bilanzsumme erhöhte sich auf CHF 28.3 Mia. (31.12.2024: CHF 27.7 Mia.).
Das Eigenkapital belief sich per 31. Dezember 2025 auf CHF 2.4 Mia. (31.12.2024: CHF 2.2 Mia.). Die Tier-1-Ratio lag bei 19.0 Prozent (31.12.2024: 18.7 %) und damit deutlich über den regulatorischen Vorgaben. Die Rendite auf dem Eigenkapital betrug 7.3 Prozent (2024: 7.7 %).
Geschäftsvolumen
Das Geschäftsvolumen stieg gegenüber dem 31. Dezember 2024 um 10.9 Prozent beziehungsweise CHF 12.4 Mia. auf CHF 125.9 Mia. (31.12.2024: CHF 113.5 Mia.) und überschreitet damit erstmals die Marke von CHF 125 Mia.
Die Kundenausleihungen nahmen gegenüber dem 31. Dezember 2024 um 3.2 Prozent auf CHF 17.0 Mia. zu (31.12.2024: CHF 16.5 Mia.), wobei die Hypothekarforderungen um 0.8 Prozent auf CHF 14.9 Mia. zulegten (31.12.2024: CHF 14.8 Mia.).
Die Kundenvermögen stiegen um 12.2 Prozent auf CHF 108.9 Mia. (31.12.2024: CHF 97.0 Mia.). Verantwortlich dafür waren das gute organische Wachstum, die Integration der ZKB Österreich sowie die positive Entwicklung der Finanzmärkte.
Die LLB-Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 einen Netto-Neugeld-Zufluss von CHF 3.7 Mia. (2024: CHF 2.8 Mia.). Das Wachstum wurde in allen drei Buchungszentren sowie in den beiden Marktdivisionen erzielt und ist damit breit abgestützt.
Geschäftsvolumen (in Mia. CHF)
Ausblick
Die LLB-Gruppe hat 2025 ihre Strategie planmässig umgesetzt und dabei zentrale Meilensteine erreicht. Auch 2026 ist weiterhin mit geopolitischen Spannungen sowie einem volatilen Marktumfeld zu rechnen. Dennoch hält die LLB-Gruppe an ihrem klaren strategischen Kurs fest und wird im Jahr 2026 ihre Strategie ACT-26 planmässig und erfolgreich abschliessen. Nach einer Phase gezielter Investitionen in Wachstum und Innovation liegt im Jahr 2026 der Fokus in der Schlussphase der Strategie auf dem Kernelement Effizienz. Gleichzeitig werden die Arbeiten an der Nachfolgestrategie aufgenommen, um die strategische Weiterentwicklung nahtlos sicherzustellen und Chancen strukturiert zu erschliessen. Für 2026 rechnet die LLB-Gruppe mit einem soliden Geschäftsergebnis.