Kernmärkte stärken, digital weiterentwickeln
2025 war für die Division International Wealth Management ein Jahr der strategischen Weichenstellungen. Mit der Integration der ZKB Österreich, der Fokussierung auf die Kernmärkte und der Weiterentwicklung digitaler Lösungen hat sie ihre Position zusätzlich gestärkt. Im Interview erläutert Natalie Flatz, die Leiterin der Division, wie diese Schritte Stabilität und Wachstum fördern, welche Innovationen Kundinnen und Kunden zugutekommen und welche Ziele 2026 im Mittelpunkt stehen.
Frau Flatz, 2025 war für die Division International Wealth Management ein ereignisreiches und sehr erfolgreiches Jahr. Was waren für Sie die massgeblichen Themen?
Ein ganz zentraler Meilenstein war die Übernahme und Integration der ZKB Österreich. Seitdem sind wir gemeinsam unter dem Dach der LLB-Gruppe unterwegs. Das ist für uns ein strategisch wichtiger Schritt im österreichischen Markt. Die Fusion zeigt unser langfristiges Engagement, schafft ein stärker integriertes Angebot und eröffnet den Kundinnen und Kunden der ehemaligen ZKB Österreich Zugang zu neuen Produkten, persönlicher Beratung und modernen digitalen Lösungen. Ab 2026 profitieren sie zudem von einem zeitgemässen E-Banking und einer integrierten Portfolioanalyse. Unser Ziel ist klar: Wir wollen unsere Stellung als führende Vermögensverwaltungsbank in Österreich weiter ausbauen.
Die Finanzbranche steht seit einigen Jahren vor grossen Herausforderungen: Regulierungsdruck, anspruchsvolles Umfeld und steigende Komplexität. Wie geht die Division International Wealth Management damit um?
Unsere Division ist stark diversifiziert, sowohl in den Geschäftsbereichen als auch geografisch. Das bringt Vor- aber auch Nachteile. Um die Nachteile zu reduzieren, haben wir strategische Entscheidungen getroffen. Ein Beispiel ist der Rückzug aus dem Nahen Osten. Nach 20 Jahren Präsenz haben wir uns entschieden, unsere Standorte in Dubai und Abu Dhabi zu schliessen. Künftig betreuen wir unsere internationalen Kundinnen und Kunden an den Standorten in Liechtenstein, der Schweiz, in Österreich und Deutschland. Das internationale Private-Banking-Geschäft bleibt dabei ein zentraler Pfeiler unserer Strategie.
Sie haben es gerade angesprochen, die starke Diversifizierung der Division bietet auch Vorteile. Woran denken Sie dabei konkret?
Diversifizierung bedeutet für uns auch Stabilität. Wenn ein Geschäftsbereich mal weniger gut läuft, tragen andere zum Erfolg bei. In diesem Jahr war zum Beispiel LLB Fund Services besonders stark. So können wir Risiken besser verteilen und gleichzeitig Chancen nutzen.
Finanziell kann man sicher mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden sein. Mindestens ebenso wichtig sind nicht-finanzielle Kennzahlen, etwa die Kundenzufriedenheit. Wie steht es darum?
Kundenzufriedenheit ist für uns sehr wichtig. Sie ist ein zentraler Indikator für die Qualität unserer Arbeit. Wir investieren viel in persönliche Beratung, digitale Lösungen und effiziente Prozesse. Dass dieser Ansatz funktioniert und wir unser Ziel erreichen, unseren Kundinnen und Kunden ein erstklassiges Erlebnis zu bieten, bestätigt eine kürzlich durchgeführte Kundenumfrage. Unsere Kunden und Kundinnen schätzen die gelungene Verbindung aus persönlicher Beratung und digitalen Services, die ihr Leben erleichtert. Und genau auf diese Dualität arbeiten wir hin.

«Kundenzufriedenheit ist für uns sehr wichtig. Sie ist ein zentraler Indikator für die Qualität unserer Arbeit.»
Welche Innovationen oder Produktentwicklungen wurden 2025 umgesetzt?
2025 konnten wir unser digitales Onboarding entscheidend weiterentwickeln. Es ist jetzt nicht nur im Self-Service (Anmerkung der Redaktion: Kundinnen und Kunden können zum Beispiel Konten und Depots selbst eröffnen) verfügbar, sondern kann auch direkt im Beratungsgespräch genutzt werden. Damit bieten wir unseren Kundinnen und Kunden ein noch komfortableres und persönlicheres Erlebnis. Das ist gerade auch im Private Banking ein echter Mehrwert. Besonders freut mich, dass jetzt auch österreichische Wertpapierdienstleister digital Kunden bei der LLB werden können. Das ist ein wichtiger Schritt, um unsere Position in Österreich weiter zu stärken.
Welches sind Ihre Ziele für das Geschäftsjahr 2026?
2026 wollen wir unsere Strategie erfolgreich abschliessen und die Ressourcen, die wir durch Effizienzmassnahmen gewonnen haben, gezielt in Wachstum investieren. Zudem möchten wir unsere Position als attraktive Arbeitgeberin weiter ausbauen. Denn jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter zählt und trägt täglich dazu bei, dass wir noch besser werden. So schaffen wir nachhaltigen Erfolg.