Information unaudited Information ungeprüftRechnungslegungsgrundsätze
1.1 Grundlagen der Abschlusserstellung
Der vorliegende konsolidierte Halbjahresbericht wurde in Übereinstimmung mit dem International Accounting Standard zur Zwischenberichterstattung (IAS 34 «Zwischenberichterstattung») erstellt. Die in der ungeprüften konsolidierten Halbjahresrechnung angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen denjenigen des Geschäftsberichts 2025. Dieser steht im Einklang mit den in der Europäischen Union (EU) anwendbaren International Financial Reporting Standards (EU-IFRS) und den Anforderungen gemäss Artikel 17a der Verordnung zum Personen- und Gesellschaftsrecht (PGR-VO) des Fürstentums Liechtenstein.
Die ungeprüfte konsolidierte Halbjahresrechnung 2026 umfasst nicht alle Angaben, wie sie in der geprüften konsolidierten Jahresrechnung enthalten sind. Sie sollte daher zusammen mit der geprüften konsolidierten Jahresrechnung per 31. Dezember 2025 gelesen werden.
1.2 Schätzungen zur Erstellung der Halbjahresrechnung
Schätzungen mit grösseren Beurteilungsspielräumen, die von wesentlicher Bedeutung für den Konzernabschluss sind, erfolgen für erwartete Kreditverluste, Goodwill, Rückstellungen, Fair-Value-Bestimmungen und Verbindlichkeiten für Vorsorgepläne. Erläuterungen dazu sind in den Anmerkungen 12 und 13 der konsolidierten Halbjahresrechnung 2026 beziehungsweise in den Anmerkungen 13, 17, 25 und 33 sowie im Abschnitt Vorsorgepläne und andere langfristig fällige Leistungen der konsolidierten Jahresrechnung 2025 aufgeführt.
Die LLB-Gruppe aktualisiert zu jedem Bilanzstichtag die aktuariellen Annahmen und Parameter, welche für die Berechnung der Vorsorgeverpflichtung herangezogen werden.
1.3 Anpassung von Vorjahreswerten
Zur Vereinheitlichung der konzernweiten Klassifizierung von Kundenvermögen wurden die Vorjahreswerte angepasst. Dabei wurden Kundenvermögen von den übrigen Kundenvermögen in die Vermögen mit Verwaltungsmandat umgegliedert. Die Anpassung hat weder Auswirkungen auf die Summe der Kundenvermögen noch auf die konsolidierte Jahresrechnung. Sie beträgt per 31. Dezember 2024 CHF 0.5 Mia. und per 31. Dezember 2025 CHF 1.3 Mia.
1.4 Neue IFRS, Änderungen und Interpretationen
1.4.1 Änderungen in der Rechnungslegung seit 1. Januar 2026
Die LLB-Gruppe wendet im Geschäftsjahr 2026 erstmalig die Änderungen in Bezug auf IFRS 9 «Finanzinstrumente» und IFRS 7 «Finanzinstrumente: Angaben» an. Relevant sind einzig die
- Klarstellungen im Zusammenhang mit dem Ansatz und der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten;
- erweiterten Offenlegungspflichten für Aktien, die erfolgsneutral zum Fair Value im sonstigen Gesamtergebnis bewertet werden. Damit verbundene Angaben enthält die zweite Tabelle in der Anmerkung Finanzanlagen.
Wesentliche Auswirkungen ergeben sich nicht. Auch die durch das IASB herausgegebenen erstmalig anwendbaren Klarstellungen und Korrekturen aus dem 11. jährlichen Verbesserungsprozess haben keine wesentlichen Auswirkungen.
1.4.2 Anwendbar für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2027
Im April 2024 hat das International Accounting Standards Board (IASB) den IFRS 18 «Darstellung und Angaben im Abschluss» verabschiedet. Dieser Standard wurde am 16. Februar 2026 in europäisches Recht übernommen und ist erstmalig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2027 beginnen rückwirkend anzuwenden.
Die LLB-Gruppe hat die Analyse der einzelnen Teilbereiche zur Umsetzung von IFRS 18 abgeschlossen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse und potenziellen Änderungen werden derzeit mit internen Anspruchsgruppen abgestimmt. Die LLB-Gruppe erwartet aus IFRS 18 unwesentliche Anpassungen in der Struktur der Erfolgsrechnung sowie bei den damit verbundenen Offenlegungen.
Im ersten Halbjahr 2026 gab es keine Änderungen im Konsolidierungskreis.
Stichtagskurs | 30.06.2026 | 31.12.2025 |
1 USD | 0.8095 | 0.7927 |
1 EUR | 0.9224 | 0.9314 |
Durchschnittskurs | 1. Sem. 2026 | 1. Sem. 2025 |
1 USD | 0.7883 | 0.8625 |
1 EUR | 0.9201 | 0.9413 |
Die aktuelle Situation ist im Vergleich zum 31. Dezember 2025 im Wesentlichen unverändert. Im Rahmen dieser Halbjahresberichterstattung erfolgt eine kurze qualitative Offenlegung der Kreditrisiken. Für eine detaillierte Offenlegung wird auf den Geschäftsbericht 2025 verwiesen.
Das Kreditportfolio der LLB-Gruppe hat sich im Laufe des ersten Halbjahres 2026 hinsichtlich des Wertes der absoluten Ausleihungen nicht wesentlich verändert. Bei den erwarteten Kreditrisiken für die Ausleihungen der Stufen 1 und 2 ergab sich eine Nettoauflösung von CHF 1.2 Mio. (1. Semester 2025: CHF 2.6 Mio. Nettoauflösung), für Stufe-3-Positionen resultierte eine Nettobildung von CHF 5.9 Mio. (1. Semester 2025: CHF 1.4 Mio. Nettoauflösung). Über alle Stufen hinweg führten die erwarteten Kreditverluste zu einem Aufwand in Höhe von CHF 4.7 Mio. (1. Semester 2025: CHF 4.0 Mio. Ertrag). Dieser ist in der konsolidierten Erfolgsrechnung offengelegt.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die massgeblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LLB-Gruppe haben.